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EITER - Gewalt

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Artist EITER
Title Gewalt
Homepage EITER
Label DEATHINTERESSE RECORDS
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Die fünf Herren von EITER sind in Münster zuhause und machen bereits seit zehn Jahren gemeinsam krachenden Grindcore. 2015 erschien die erste EP in Eigenregie, 2019 wurde dann aus einer Laune heraus ein „Weihnachtsalbum“ für die besinnlichen Tage kreiert, das in digitaler Form bei Bandcamp veröffentlicht worden ist. 2020 begannen schließlich die Arbeiten zu „Gewalt“. Da gemeinsame Proben aufgrund der Corona-Pandemie schwierig waren, wurde das Songwriting kurzerhand unter den Gitarristen aufgeteilt, die schließlich 13 Songs rausgehauen haben, die jetzt knapp 20 Minuten lang um die Aufmerksamkeit der schwermetallischen Hörerschaft buhlen.

„Leichenmatsch“, „Kiefermief“, „Hirnfäule“, „Rippenzieher“, „Hackepeter“, „Misantropical“, „Knochengarten“, „Geschlechtsverkehrt“, „Knarrengott“, „Pfarrernoia“, „Machetefete“, „Mauerblut“ und „Mordpol“ sind dann auch Songtitel, die bereits darauf schließen lassen, dass hier nicht für zarte Gemüter musiziert wird. Vielmehr geht es gleich mit dem Opener „Leichenmatsch“ brutal in die Vollen, während „Hirnfäule“ nicht minder temporeich seinen punkigen Background verrät. Im Anschluss startet „Rippenzieher“ mit sphärischen Klängen, die im Midtempo für eine bedrohliche Atmosphäre sorgen. Mit den Stakkato-Sounds von „Hackepeter“ erledigt der Fünfer selbstdas blitzschnelle Kleingehacke, wohingegen „Geschlechtsverkehrt“ im Halbgas-Tempo fast schon eingängig daherkommt.

Im Wesentlichen gibt es auf „Gewalt“ aber vor allem eins: amtlich was auf die Mütze! EITER fackeln nicht lange und hauen ihre Aggressionen in bitterböser Grindcore-Manier ohne Rücksicht auf Verluste raus. Es wird geknüppelt was das Zeug hält, wobei die gelungene Produktion aus dem Kohlekeller von Kristian Kohle dafür bürgt, dass der Spagat zwischen Klarheit und Rotzigkeit hinhaut. Dass Janosch Rathmer, seines Zeichens Drummer bei den Kollegen und Nachbarn von LONG DISTANCE CALLING, bei den Fotos und dem Design für „Gewalt“ mit von der Partie war, ist übrigens nicht ganz so überraschend, wenn man weiß, dass Florian Füntmann sowohl bei EITER als auch bei den Instrumental-Post-Rockern von LONG DISTANCE CALLING am Sechssaiter agiert.

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