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ELECTRIC LITANY - Enduring Days Will Overcome

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Artist ELECTRIC LITANY
Title Enduring Days Will Overcome
Homepage ELECTRIC LITANY
Label INNER EAR RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.7/10 (6 Bewertungen)

Es ist ja nicht gerade so, als zählte Griechenland zu den Ländern, die andauernd durch ihre international bekannten Rockstars auffielen. So überrascht es auch nicht, dass Alexandros Miaris, Sänger, Multi-Instrumentalist und Kopf von ELCTRIC LITANY, von Korfu nach London ging, um dort gemeinsam mit seinem Landsmann Alex Deligiannidis (Bass) Musik zu machen. Komplettiert wird die Kapelle im Übrigen durch die beiden Engländer Richard Simic (Drums & Percussion) und Benjamin Prince (Synthesizer). Nach ihrem Debüt „How To Be A Child And Win A War“, das in Griechenland ein großer Erfolg war, steht jetzt Album No. 2 in den Plattenläden – produziert von niemandem geringeren als Alan Parsons, der neben seiner Tätigkeit als Mitbegründer des ALAN PARSONS PROJECTs auch schon als Produzent für die BEATLES, PINK FLOYD und jüngst STEVEN WILSON gearbeitet hat.

Bevor es allerdings ins Studio ging, waren die vier Jungs von ELECTRIC LITANY als Support für das ALAN PARSONS LIVE PROJECT mit auf Tour, um sich im Anschluss um die Konservierung der düsteren Kompositionen des griechisch-englischen Konglomerats zu kümmern. Gleich mit dem Intro stellt das Quartett die Weichen in Richtung sphärischer Klangexperimente, die mit falsettartigem Gesang begleitet werden. „Silence“ schließt sich dem mit unterkühlten Eighties-Synthie-Sounds an und auch „Hold Fast To Dreams“ bleibt diesem Stil treu, legt jedoch beim Tempo ein wenig zu und auch in Sachen Bombast dreht der Vierer noch ein bisschen am Rädchen. Einher geht der wabernde Sound-Teppich mit allerlei Vocoder-Spielereien und wie im Falle von „The Soul Remembers Everything“ beweist Miaris neben orientalisch anmutenden Samples, dass seine Stimme auch ein dunkleres Timbre beherrscht. Reduzierte Melancholie erwartet den Hörer bei „Vanish“, während „Name“ mit mehr Rhythmus folgt. Der Titeltrack „Enduring Days Will Overcome” lässt sich Zeit für die Erschaffung eines dunklen Art-Pop-Gerüsts, ehe „In The Morning“ mit synthetischen Drum-Machines smoothy nach vorn drängt. „Feather of Ecstasy“ lässt mit ein wenig an die New-Wave-Urgesteine BLONDIE denken, wenngleich ELECTRIC LITANY auch an dieser Stelle so tieftraurig bleiben, wie ich es bei der Truppe um Debbie Harry definitiv nicht in Erinnerung habe. Immerhin kommen Alexandros und seine Mannen zumindest mit „Empty Sea“ mal in Wallung, wobei dieser Ausflug in beschwingtes Terrain bereits mit „You Make Me Feel“ wieder Geschichte ist. Entsprechend geht der Silberling auch mit der Piano-Violinen-Bläser-Nummer „Farewell (To Setting Flowers)“ äußerst getragen (und durchaus für Beerdigungen geeignet) zu Ende.

ELECTRIC LITANY und ihr Zweitwerk „Enduring Days Will Overcome” sei denen ans Herz gelegt, denen die EDITORS inzwischen zu poppig sind, ILIKETRAINS zu träge und PINK FLOYD zu altbacken. Wenn’s gar nicht depressiv genug sein kann, liegt man mit dieser Platte absolut goldrichtig, mir wäre allerdings ein wenig mehr Drive und Abwechslung ganz recht gewesen.

 

 

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