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ELECTRIC WIZARD - Witchcult Today

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Artist ELECTRIC WIZARD
Title Witchcult Today
Homepage ELECTRIC WIZARD
Label RISE ABOVE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

So, eben noch die ROTOR angehört und jetzt das neue Album der ELECTRIC WIZARDs, welche sich zugegebenermaßen meiner bisherigen Kenntnis entzogen haben. „Start“ gedrückt und… oh, Moment, da habe ich wohl aus Versehen wieder die ROTOR… Tatsächlich irgendwie wieder 70ies Sound, düster bedrohlich, da dauert’s auch nicht lange, bis man auf den Ausdruck „Doom Rock“ im Info trifft, diese Band spielt einen Stil irgendwo zwischen „Rosemarie’s Baby“ und „ Wenn die Gondeln Trauer tragen“, tief und dumpf, nach eigenen Aussagen von Wahnsinn und Drogen mit einer Prise Okkultismus inspiriert. Kurzum: Das Lovecraft Universum wird bestens bedient.

Man kann die Mächte des Wahnsinns halt beschwören, wenn man gerade mal bescheuert ist, denn die ELECTRIC WIZARDs sind so plump in Darbietung und Auftreten, dass ich, laut Info, zur fehlenden Arbeit, auch die fehlende Bildung attestieren möchte, was an sich kein Garant für schlechte Musik ist. (Nebenbei ist Arbeitslosigkeit ein Angstzustand an sich, der die Dämonen des einfachen Bürgers weckt) Mit den authentischen Instrumenten (alle Baujahr vor oder in den 70ies) wird auch fachgerecht gespielt, das aber so uninspiriert wie alter Kaugummi in der Sonne getrocknet. Gute Musik sollte ohne Drogen funktionieren, nur, wenn man sich erst einen Trip schmeißen muss, um „Witchcult Today“ als Soundtrack für die Reise zu nehmen, dann: Besten Dank!! Da nützt es in meinen Ohren auch wenig, den Produzenten der DATSUNS oder WHITE STRIPES zu haben (Obwohl der Musikkontext durchaus geschmacklich stimmig ist). Songs wie „The Chosen Few“ sind bestimmt durch ausufernde Gitarren Soli, tausendmal schon vorher gehört. Der Opener des Albums, gleichnamig zum selbigen, fühlt sich an, als ob man in einen Eimer mit Kleister fällt. Negativität bestimmt das Handwerk und dabei gelten Songs wie „Dunwick“ noch als reine Freudenspender, immer mit einer Stimme, die soweit in den Hintergrund gemischt wurde, dass diese wie aus einer anderen Sphäre(oder besagtem Eimer) zu kommen scheint.

Über allem schwebt natürlich wieder der Geist BLACK SABBATHs und jeder, der auf betrunkene QUENS OF THE STONEAGE oder kranke TYPE O NEGATIVE steht, darf bei ELECTRIC WIZARD gerne zugreifen. Wer allerdings schon DANZIG als behämmert ansieht, der sollte ausweichen. Die anderen lesen bitte ein Stück von Lovecraft und gehen auf Zitatreise in der Metalwelt.

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