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ELEMENT OF CRIME - Lieblingsfarben und Tiere

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Artist ELEMENT OF CRIME
Title Lieblingsfarben und Tiere
Homepage ELEMENT OF CRIME
Label VERTIGO
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Die ersten vier Alben waren noch auf Englisch, dann haben sie Sven Regener und seine Jungs aufs Deutsche verlegt. Inzwischen sind ELEMENT OF CRIME beim 13. Studio-Album angekommen und es ist immer noch eine besondere Freude, den lakonischen kleinen Geschichten des Wahl-Berliners zu lauschen, der sich auch als Schriftsteller insbesondere mit seiner Herr-Lehmann-Trilogie einen Namen gemacht hat. Die Schreiberei braucht seine Zeit, weshalb seit dem letzten Longplayer „Immer da wo Du bist bin ich nie“ auch fünf Jahre vergangen sind.

Um es kurz zu machen: Das Warten hat sich gelohnt! ELEMENT OF CRIME machen immer noch perfekt komponierte Songs, die so beiläufig und naturgegeben klingen, als wären sie eben mal aus dem Ärmel geschüttelt worden. Als wäre die Virtuosität der Instrumentierung eine Selbstverständlichkeit. So startet der „Morgen danach“ absolut unaufgeregt und zieht genau daraus seine ganze Schönheit. Der Titeltrack „Lieblingsfarben und Tiere“ groovt mit entspanntem Wortwitz, bevor die Uptempo-Nummer „Schade, dass ich das nicht war“ die Bläsersektion dezent in den Mittelpunkt rückt. „Rette mich (vor mir selbst)“ schlägt wunderbar leise Töne mit viel Gefühl an, während „Liebe ist kälter als der Tod“ ein wenig düsterer daherkommt. „Schwert, Schild und Fahrrad“ ist indessen ein filigranes Kleinod, bei dem man genau hinhören sollte. Die abwechslungsreichen Nummern „Immer so weiter“ und „Dunkle Wolken“ haben Besuch von einem Streichquartett bekommen, wohingegen „Dieselben Sterne“ von einer Hammondorgel begleitet wird. Eine typische EOC-Ballade beendet derweil das jüngste Studio-Output und zweifellos kann ein Titel wie „Wenn der Wolf schläft müssen alle Schafe ruhen“ nur Sven Regener einfallen.

Es braucht nur wenige Takte, um beim Blind-Hören von „Lieblingsfarben und Tiere“ zu wissen, dass man es mit ELEMENT OF CRIME zu tun hat. Spätestens wenn das knarzende Organ des Herrn Regener ins Spiel kommt, hat der geneigte Hörer endgültig Gewissheit, doch auch schon vorher gibt es Melodien zu hören, die typisch für der Hauptstädter sind, die ihre erste Platte vor 28 Jahren veröffentlicht haben. Gleichzeitig ist der Sound ganz sachte modernisiert worden. Es sind lediglich Nuancen, die jedoch eine besondere Spannung in die aktuelle Langrille bringen.

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