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ELEVATOR ACTION - Society, Secret

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Artist ELEVATOR ACTION
Title S
Homepage ELEVATOR ACTION
Label MORISEN
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Bei ELEVATOR ACTION handelt es sich um ein Trio aus North Carolina/ USA, das bereits seit einigen Jahren zusammen Musik macht und 2004 mit dem Debütalbum „It’s Just Addiction“ an den Start ging. Nun legen sie Silberling No. 2 vor und versprechen eine bunte Mischung aus Garage Pop, Glam-Punk und feinem Songwriting.

Entsprechend glam-punkig startet auch die Scheibe. „Surely You Know“ lässt Erinnerungen an die Siebziger-Jahre wach werden. Eine Mischung irgendwo zwischen SEX PISTOLS und Gary Glitter. „Nuvo“ wird dann ein bisschen dreckiger, wozu entscheidend die Stimme des Frontmannes und Gitarristen Eric Gilstrap beiträgt, der herrlich schnodderig ins Micro nölt und grölt. „Start A War“ lässt die Gitarre ein wenig mehr in den Vordergrund rücken, während „The Pleasure’s All Mine“ den Bass von Miss Laurie Ruroden wirken lässt. „Common Days“ spielt wieder mit dem Spaß-Punk, „Miss Congeniality“ schafft es sogar irgendwie alles in einem Song unterzubringen, was nicht einfach ist, da die einzelnen Tracks selten länger als drei Minuten sind. Schön das Zusammenspiel der Instrumente bei „Don’t Believe“: Egal ob Gitarre, Bass oder die Drums von James Donley, jedes wirkt für sich, und im Zusammenspiel mit der ein wenig an Axl Rose erinnernden Stimme Gilstraps und dem süßen Gesang Lauries kommt eine echte Rock-Perle heraus. „Call Me Transistor“ entführt uns wieder in die wilden Siebziger, bleibt aber selbst eher zahm. Etwas mehr zur Sache geht es wieder mit dem Titelsong „Secret Society“. Der Bass gibt einen flotten Beat vor, der von der Gitarre dankbar aufgenommen wird und entsprechende Unterstützung durch die Drums erfährt. „Vicious Hands“ baut ebenso auf die Wirkung der beiden unterschiedlichen Gesangslinien der beiden Vocalisten. Ein wenig B 52 blitzt hier und da durch und animiert zum Tanzen. Mit gemächlichen Südstaaten-Melodien endet die Scheibe – ganz verhehlen können die drei aus Charlotte/ North Carolina ihre Herkunft wohl nicht.

Damit ist durchaus eine abwechslungsreiche Platte entstanden, die übrigens von John Agnello produziert wurde, der auch schon mit Bands wie DINOSAUR JR, ALICE COOPER, den LEMONHEADS oder JIMMY EAT WORLD zusammengearbeitet hat. Auch die Umstände, unter denen „Society, Secret“ entstanden ist, sind denkwürdig. Sänger Eric Gilstrap verlor seine Stimme für ganze zwei Monate, Alkoholismus, Selbstverstümmelung und diverse Beziehungsprobleme begleiteten (angeblich) die Entstehung des Longplayers und spiegeln sich auch in den Texten wider. Trotz all dieser Irrungen und Wirrungen macht es Spaß, das Album zu hören, da ELEVATOR ACTION keine schwermütige Aufarbeitung betrieben, sondern ihre Gedanken in gut rockende Songs verpackt haben.

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