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EMA - The Future’s Void

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Artist EMA
Title The Future’s Void
Homepage EMA
Label CITY SLANG
Leserbewertung
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Erika M Anderson alias EMA bringt mit „The Future’s Void“ ihre dritte Langrille in vier Jahren heraus. Ihr letztes Werk „Past Life Martyred Saints“ war eine bunte Mischung aus Noise, Folk und Indie. Ein anstrengendes Album war es, weil man förmlich von zu vielen Stilen überrollt wurde. Aber das heißt nicht, dass es nicht gut war – nein, im Gegenteil, es war sogar interessant und erfrischend.

Jetzt kommt mit „The Future’s Void“ ein wenig Ordnung ins Chaos. Der Opener „Satetilltes“  fängt noch mit krachender und verzerrter Elelctronica an. Also so, wie man es schon vom Vorgänger kennt. Aber im Laufe der Platte merkt man, dass der Anteil Pop zugenommen hat. Ihre Stimme klingt nicht mehr ganz so wütend und lässt auch mal weichere Töne zu. Bestes Beispiel hierfür ist „3Jane“, bei dem sie mit einer fast schon engelsgleichen Stimme daherkommt. Stücke wie „Smoulder“, die sich mit extrem verzerrter Stimme fast ins Hirn bohren wollen, bilden auf dem neuen Werk eher die Ausnahme.

Zum Liederabend reicht es auf „The Future’s Void“ dann aber doch noch nicht, obwohl EMA jetzt näher an TORI AMOS ist als an PJ HARVEY ist. EMA ist jedoch dabei weder die ätherische Elfe noch die vorlaute Dröhnzicke, sondern eine bereits vom Leben gezeichnete Zeremonienmeisterin des emotionalen Ausnahmezustandes, die den Hörer in diesen verstörend doppelbödigen neuen Songs nie alleine lässt. Sie leidet tapfer mit, zählt ihre Narben und beschwört Dämonen herauf, um sie dann direkt zu exorzieren. Grunge, Folk, Riot, Pop gab es noch in Hülle und Fülle auf dem Debüt. Zum Ohnmächtig-Werden. Aber auf „The Future’s Void“ lautet die Devise „weniger ist mehr“ und das steht ihr gut zu Gesicht, vielleicht sogar besser.

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