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EMBERCROW - Blacklight Wanderers

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Artist EMBERCROW
Title Blacklight Wanderers
Homepage EMBERCROW
Label INNERSUN RECORDS
Leserbewertung
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2.0/10 (2 Bewertungen)

EMBERCROW gibt es bereits seit 2004 und mit einigen Besetzungswechseln sind bislang ein Demo, eine EP sowie eine Online-Single veröffentlicht worden. Jetzt folgt mit „Blacklight Wanderers“ das Debüt der Hanseaten, die als Einflüsse für ihren Dark Rock und Melancholic Metal Kapellen wie LAKE OF TEARS, AMORPHIS, KATATONIA und PARADISE LOST nennen.

Nun ist Nick Holmes, seines Zeichens Sänger bei den letztgenannten PARADISE LOST, vielleicht nicht der begnadetste Vokalist vor dem Herrn, aber im Vergleich zu Simon, der bei EMBERCROW am Mikro steht und den Sechssaiter bearbeitet, zeugt sein Gesang von einem selten gehörten Abwechslungsreichtum. Vielleicht sollen die EMBERCROW-Vocals aber auch genauso emotionslos rüberkommen wie sie es leider über die gesamten zehn Songs tun. Diese sind im Übrigen nicht besonders einfallsreich ausgefallen. Gut, eine gewisse düstere Grundstimmung ist zu vernehmen, aber ansonsten verlässt sich die Band auf reichlich ausgelutschte Standards, die nun wirklich kaum noch jemanden hinterm Ofen hervorholen. Aufhorchen lässt das erst der Trauermarsch von Frederic Chopin, der kurzfristig bei „In The End“ auf die Piano zitiert wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Nummer aus dem Einerlei besonders hervorsticht, man erinnert sich halt nur an ein allseits bekanntes Versatzstück. Das Gegrowle auf „Isle of Origins“ hätte sich der Vierer zweifellos sparen können, denn für dieses Stilmittel ist der Sound auf „Blacklight Wanderers“ schlicht nicht hart genug. Das finale „Return To The Outer Realms“ widmen die Herrschaften den schwedischen Gothic-Metallern LAKE OF TEARS und deren Bandleader Daniel Brennare – von denen die Jungs im Übrigen eindeutig noch ne Menge lernen könnten.

„Blacklight Wanderers“ in der dunklen Jahreszeit zu veröffentlichen, war sicherlich eine kluge Entscheidung. Der Wunsch nach schwermütiger Musik dürfte aktuell bei dem einen oder anderen etwas höher sein und vielleicht greift genau deshalb auch manch einer nach dem EMBERCROW-Erstling. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht enttäuscht wird, denn echte Gefühle sucht man hier vergeblich, stattdessen gibt’s ziemlich statischen und seelenlosen Einheitsbrei.

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