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EMIL BULLS - Phoenix

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Artist EMIL BULLS
Title Phoenix
Homepage EMIL BULLS
Label DRAKKAR/ SONY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (33 Bewertungen)

Die neue EMIL BULLS steht ganz im Zeichen des althergebrachten Symbols der Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Offenbar wollen die Münchener einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie immer wieder in neuem Glanz erscheinen können. Das fällt mit den 13 Stücken auf „Phoenix“ auch nicht weiter schwer, sind diese insgesamt betrachtet doch weniger sperrig als der zwar gelungene, teilweise jedoch eben etwas schwerfällige Vorgänger. Dies liegt daran, dass die Tracks durch die Bank, wenngleich zumeist weiterhin sehr ´corig, deutlich zugänglicher ausgefallen sind, was den Hitfaktor steil hat ansteigen lassen.

„Here comes the fire“ eröffnet den Reigen zunächst stürmisch, ja fast schon orkanartig. Ein fett groovendes Brachialmonster mit hyperaggressiven Shouts und einem famosen Refrain als Gegenpol. Wohl einer der effektivsten Songs, den die Bullen je geschrieben haben. „When god was sleeping“ ist qualitativ vom gleichen Kaliber, zeichnet sich allerdings als geschmeidiger Alternative Rocker mit enorm viel Drive aus, zu dem die Jungs übrigens auch ein Video abgedreht haben. Dieser Doppelschlag gleich zu Beginn steht aber nicht allein auf weiter Flur. Auch die nächsten Nummern wie „The architects of my apocalypse“ (geiler Songtitel!), „Ad infinitum“ oder „Triumph and disaster“ sind mit nahezu perfekter Balance zwischen instrumenteller Durchschlagskraft und emotionalen, hocheingängigen Gesangsmelodien zu 100 % EMIL BULLS. Gleichermaßen wollen Gefühlsexpeditionen wie „It´s high time“ oder „Nothing in this world“ nicht mehr aus den Gehörgängen heraus. Die größte gefühlsbetonte Herausforderung wartet jedoch erst ganz am Schluss mit der ausdrucksstarken Klavierballade „I don´t belong here“, die sich zum Ende hin in ihrer Intensität noch zu steigern vermag.

Die EMIL BULLS scheuen also anno 2009 auch vor für sie eher unüblicher künstlerischer Darbietung nicht zurück, und das nicht nur wegen der gewöhnungsbedürftigen Farbgestaltung des Covers. Wer die selbsternannte „härteste Popband der Welt“ bisher nicht mochte, wird das vermutlich auch in Zukunft trotz aller Bemühungen nicht tun; alle anderen sollten aber auf jeden Fall beide Lauscher weit aufsperren. Letztlich brauchen die EMIL BULLS nämlich gar nicht unbedingt den Phönix-Mythos zu bemühen, sondern einfach nur euren Support, der dann in der limitierten Erstauflage auch mit einer Special Box Edition (inklusive Bonus Remixen und einem Bandana) belohnt wird.

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