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EMIL BULLS - The Black Path

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Artist EMIL BULLS
Title The Black Path
Homepage EMIL BULLS
Label DRAKKAR/ SONYBMG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.9/10 (38 Bewertungen)

Es ist wirklich eine Schande, aber man konnte bei den EMIL BULLS trotz einiger Erfolge, interessanter Platten und treuer Fanbasis bislang nicht wirklich das Gefühl haben, dass sie bereits vollends Fuß gefasst hätten. Stattdessen mussten sie sich mit ständigen Labelwechseln herumschlagen und sind gerade mit ihren Anfangswerken in der härteren Rock-/Metalszene offenbar nicht allerorts auf uneingeschränkte Gegenliebe gestoßen. Dabei hat das bayrische Quintett um Sänger Christoph von Freydorf doch schon soviel Potenzial und Gespür für tolle Stücke bewiesen. Ob nun eher Crossover-lastige Songs wie „Cocoon“ und „Porcelain“ vom gleichnamigen Album oder etwa „Revenge“ bzw. „Newborn“ vom Nachfolger „The southern comfort“ – es wurde immer amtlich abgeliefert und gerockt. Dennoch haben sich die EMIL BULLS diesmal einem weiteren Reifeprozess unterzogen, haben den zwischenzeitlichen Hype abgelegt und sind mit Drakkar ein neues Bündnis eingegangen, um frei von Ballast nun endgültig durchzustarten.

Das passende Album dazu trägt den unheilschwangeren Titel „The black path“ und entsprechend raubeinig ist auch das neue Material ausgefallen. Angekündigt als das bisher härteste BULLS Album donnert gleich der Opener „To end all wars“ enorm wuchtig aus den Boxen. Wie vereinzelt schon auf „The southern comfort“ angedeutet, wird hier also die dreckige, wütende Seite des Fünfers ohne Kompromisse ausgepackt. Natürlich findet die gerade im Gitarrenbereich aggressivere Ausrichtung dabei vor allem auf der ersten Hälfte des schwarzen Pfads nach wie vor regelmäßig einen idealen Kontrapunkt in emotional-melodischen Passagen, der sich insbesondere in Christophs entsprechender Gesangsführung manifestiert. Bestes Beispiel hierfür ist auch die im Vorfeld zum Release als Free Download bereitgestellte Single „The most evil spell“. Mein persönliches Highlight folgt dann postwendend mit „All in tune with the universe“, eine Nummer mit Ohrwurmformat, die trotzdem härtere Momente nicht vermissen lässt.

Produzent Benny Richter (u.a. CALIBAN) hat die 14 Kompositionen wahrlich fett eingetütet, jede Menge Groove und Druck macht sich breit, selbst in vermeintlich ruhigeren Stücken („Pledge allegiance to the damned“). So muss moderner Alternative Metal klingen, wenngleich Fronter Christoph streckenweise schon sehr Metalcore-mäßig shoutet und sich die Seele aus dem Leib schreit. Passend hierzu bietet auch die zweite Strecke des Pfades das ein oder andere brachiale und bedrohliche Brett, wobei gelegentlich auch Südstaaten-Einflüsse im Stile von PANTERA, DOWN oder CROWBAR durchschimmern. Besonders hervorgehoben sei insoweit noch „Worlds apart“, bevor das nur wenig Ruhepausen bietende Ungetüm sich so langsam dem Ende entgegen neigt. Ein, zwei Stücke weniger hätten es hier wohl auch getan, da „The black path“ in dieser Form auf so manchen zumindest in voller Länge anfangs schwer verdaulich wirken wird. Wie dem auch sei, qualitativ können die Jungs aber mit sich im Reinen sein.

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