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EMINENCE - Humanology

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Artist EMINENCE
Title Humanology
Homepage EMINENCE
Label TIMELESS PRODUCTIONS/ HARDEBARAN
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Was einem da aus den Musikquäkern entgegen fliegt, ist ein akustischer Arschtritt par excellence! Soviel vorab zum Sound. Im Januar 1995 gegründet im schönen Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais (Brasilien) tingelte die Band im lokalen Musikgeschäft mit Erfolg herum und festigte so ihren Status als beste lokale Metalband. Betrachtet man das Line-up fällt dem fachkundigen Hörer der eine oder andere Name ins Auge: Jairo Guedz, besser bekannt als ex-Gitarrist und Mitbegründer von SEPULTURA, oder André Márcio, ex-OVERDOSE. Der richtige Durchbruch gelang der Band beim landesweiten Skol Rock-Contest, nachdem die Macher von MTV, Warner Music und anderen, führenden Musik-Magazinen aufmerksam auf die brasilianischen Teufel wurden. Ab da begann die internationale Bandhistorie, die nicht nur Gigs in Holland und Belgien einbrachte, sondern auch zum darauffolgenden Longplayer animierte.

Musikalisch überzeugen EMINENCE durch straighten, aggressiven Metal mit Ansätzen zum Progressive Hardcore. Man hört den Jungs ihre gesammelte Erfahrung in etablierten Metalbands zwar an, was sie aber daraus gemacht haben und machen ist, wie oben erwähnt, der akustische Arschtritt schlechthin! Den Brasilianern scheint dieser Musikstil im Blut zu liegen, anders kann ich mir das nicht erklären. Der Opener EVOLUTION (Achtung: seichtes Intro, danach geht’s tierisch ab!) zeigt sofort und unmissverständlich wo es langgehen soll – mitten in die Fresse! Nicht ganz unschuldig daran ist Produzent und Musiker Neil Kernon, der schon bei Bands wie CANNIBAL CORPSE, QUEENSRYCHE, NEVERMORE und JUDAS PRIEST Hand anlegte, um deren Sound positiv zu beeinflussen.

Stimmlich weiß Frontman Wallace Parreiras schnell zu überzeugen, textlich gesehen steuert so ziemlich jedes Bandmitglied seinen, durchaus guten, Senf dazu. Systemkritisch, auf gesellschaftliche und zwischenmenschliche Missstände hinweisend kommt der erhobene Zeigefinger zwar das eine oder andere mal durch, ohne jedoch aufgesetzt zu wirken, die Jungs wissen wovon sie reden. So was hört man sich doch gerne an!

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