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EMMON - The Art & The Evil

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Artist EMMON
Title The Art & The Evil
Homepage EMMON
Label WONDERLAND RECORDS
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Wenn andernorts verkündet wird, EMMON würde aus dem Stand Acts wie CLIENT oder GOLDFRAPP verblasen, werde ich natürlich neugierig. Und die schwedische Dame legt wirklich ein blitzsauberes Debüt vor, wenngleich auch die Konkurrenz ihre Daseinsberechtigung behält. EMMON, das ist Emma Nylén, bekannt als Teil der Indiepop Band PARIS, solo seit dem Jahre 2001 aktiv. Nach einigen Demos, Remixen und Cluberfolgen wurde Wonderland auf die Lady aufmerksam, die mittlerweile den inoffiziellen Titel „Electro Queen of Sweden“ als Beiname spazieren trägt. Nach der Vorabsingle „Wake up Time“ folgte der Longplayer „The Art & The Evil“, verpackt in einem geschmackvollen Schuber und hierzulande nur als Import erhältlich.

Der Opener „High Horses“ markiert für mich auch gleich den absoluten Höhepunkt der Scheibe: Insbesondere der treibend-kühle Refrain lässt aufhorchen bzw. gleich das Tanzbein schwingen. Noch deutlicher in Richtung 80er tendiert „Frenzy Eyes“ mit den typisch minimalen Beats und einem old-schooligen „Klap Klap“ als Effekt. Tracks 3 und 4 sind die beiden erschienen Auskopplungen, das bereits erwähnte „Wake up Time“ sowie „Rock D’Amour“. Beide Titel können ihre Verwandtschaft zu CLIENT oder auch LADYTRON nicht leugnen, doch die Mischung aus Minimal, Synthie Pop, Electroclash und weiblicher Laszivität weiß auch hier zu überzeugen. Insbesondere Emmas recht wandelbare Stimmte – von verspielt bis hin zum Vamp – setzt eine eigene Note, die musikalische Grundlage ist natürlich alles andere als innovativ, wird aber auch bei der x-ten Neuauflage nicht langweilig, sofern man denn dem Genre insgesamt positiv gegenübersteht.

Nach hinten raus geht EMMON zwar ein wenig die Luft aus, doch insgesamt eine feine Produktion für Liebhaber weiblicher Elektronik-Verspieltheit. Jetzt sollte sich die Skandinavierin bald mal auf deutschen Bühnen zeigen, um das Böse in ihrer Kunst auch live heraufzubeschwören.

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