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END OF GREEN - The Sick’s Sense

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Artist END OF GREEN
Title The Sick’s Sense
Homepage END OF GREEN
Label SILVERDUST RECORDS
Leserbewertung
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7.8/10 (9 Bewertungen)

Die Liebe hat auch ihre dunklen Seiten. Für manche so finster, daß sie sich schwarz gewandet der Goth-Szene zuwenden. Wer dort verkehrt, hat sicherlich auch schon von END OF GREEN gehört, denn die Stuttgarter sind mittlerweile seit fast 15 Jahren im Auftrag der Nacht unterwegs. Ihr sechstes Album „The Sick’s sense“ stellt den vorläufigen Höhepunkt dieser Karriere dar. Warum? In den Münchner Weltraumstudios, wo u.a. REAMONN und die KILLERPILZE produzieren, gingen Sie eine Allianz mit dem Licht ein.

Zunächst ist es jedoch Sänger Michelle Darkness, welcher sämtliche Aufmerksamkeit verlangt. Sein sauberes, kraftvoll kehliges Organ steckt dunkle Seelen in Brand, löscht mit Flammen die Seelenpein, um sich in der eigenen Melancholie zu winden. Seine Stimme bleibt auf allen zwölf Titeln präsenter Mittelpunkt des Sounds von END OF GREEN. Den etwas zerfahrenen Einstand „Dark City Lights“ prügelt er mit raunender Stimme über den Abgrund, das Ziel vor Augen. Das ist bei „The Sick’s Sense“ näher als sonst. Die Dynamik und begnadete Wucht der Instrumente zehrt das Album in Richtung Genrehighlight. Die geschickte Kombination Licht & Dunkelheit, von Alternativerock, 80s Sleaze und Gothrock, bekommt dem Sound der Stuttgarter sehr gut, so daß nicht nur die Single „Killhoney“ im Ohr verweilt. Kraftstrotzend reißt „Anthem for a new wave“ die Mauer der Eingängigkeit ein, die Tragik in „Let sleeping gods lie“ umhüllt die Instrumente in Düsternis, während das energische „Pain hates me“ mit seinem Rock ’n’ Roll Einstand den Höhepunkt des Albums markiert.

Es gibt wenig auszusetzen an „The Sick’s Sense“. Das den Blues atmende „Sunday morning“ könnte kompakter sein, die geniale Slice-Gitarre des Songs wischt den Schlaf aus den Augen, doch schleppt sich der Titel über fünfeinhalb unnötige Minuten. Die Stuttgarter dürfen sich dennoch rühmen, gemeinsam mit Corni Bartels einen Genrehöhepunkt geschaffen zu haben. Und der ist nicht nur für die schwarzen Seelen da draußen interessant, selbst Frischverliebte werden ihren Gefallen daran finden…

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