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ENDEVERAFTER - Kiss or Kill

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Artist ENDEVERAFTER
Title Kiss or Kill
Homepage ENDEVERAFTER
Label POWERAGE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

ENDEVERAFTER sind aus Kalifornien, sehen aus, als wären die ersten drei Reihen ihrer Konzerte mit Groupies belegt und haben anscheinend ziemlich lange studiert, wie man die perfekte Symbiose aus Hardrock, Emo (was ist das?) und Mainstream erschafft. Wer sich mit Bands wie SIMPLE PLAN, FALL OUT BOY & Co Nächte um die Ohren schlägt, hat mit „Kiss or Kill“ eine neue Trophäe für seinen Wandschrank gefunden. Bei einem Gitarristen, welcher aussieht, als wäre er dem letzten Guitar-Hero-Videospiel entsprungen, einer gierigen Anzahl von Myspace-Views und dem unfehlbaren Gespür für eingängige Rockmusik werden sich ENDEVERAFTER auch bald schon eine Platinscheibe in Ihren Wandschrank stellen dürfen. Wrestlingfans ist die Band derweil schon länger bekannt, die Entrance Musik von Jeff Hardy wird von den Selbstvermarktern gestellt.

ENDEVERAFTER schaffen Mitgrölhymnen, Hardrockträume und eines der überzeugendsten Debütalben des Genres. „I wanna be your man“, „Baby, Baby, Baby“ und „Gotta get out“ haben sofortige Ansteckungsgefahr im Gepäck, obwohl unterschiedlich zwischen Punktempo, Hardrockriffs und Sexlyrics ausgelegt, nimmt der Zug sofort Fahrt auf. Nur zwei tempodrosselnde Balladen stören den Hahnenlauf der Band. Frontmann Michael Grant und sein Trio Infernal scheinen ohnehin gerne mit trashigen 80ies Hardrock zu kokettieren, ein Schelm wer bei „Poison“ an eben jene Band denkt. Da fehlt mit Sicherheit auch nicht das Zuschaustellen des Gemächts während einer Liveshow. Aber wen stört das schon, die Musik geht runter wie eine Prostituierte, die man für nen Blowjob bezahlt hat. Die Rosinen aus dem Kuchen picken, fällt schwer bei der überzeugenden, abwechslungsreichen Arbeit des Quartetts. Könnten es die infernalen Bridges von „Tip of my tongue“ sein? Der geniale Gitarrenpart des „Road to Destruction“ Intros, welcher nur auf den Knien wirklich gebührend bewundert werden kann? Oder das so offensichtlich charttaugliche „Slave“, das sich höchstens in der Besetzung von FALL OUT BOY unterscheidet? Eine Entscheidung trifft, wenn überhaupt, höchstens der eigene Geschmack. Bis die Kompositionen analysiert sind, tut man seinem Gehör aber sicherlich eine Wohltat, wenn „Kiss or Kill“ mehrfach rotiert.

Die Band ist die neue Blaupause von Retro-Trash-80ies Hardrock, Emochartcore und Mainstreamrock-Variationen. Ein Debüt ohne wirkliche Längen mit eingängigster Kurzweil gespickt und mit großen Rockmomenten aufwartend, werden sich ENDEVERAFTER sicherlich schon bald auf den Covern großer Musikmagazine wieder finden. Sicherlich mit der Hand im Schritt – oder so…

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