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ENEMY OF THE SUN - Shadows

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Artist ENEMY OF THE SUN
Title Shadows
Homepage ENEMY OF THE SUN
Label MASSACRE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Waldemar Sorychta ist für jeden Metal-Fan ein fester Begriff. Die Producer-Legende hat so ziemlich alle Knaller-Alben von Century Medias produziert, wo LACUNA COIL, TIAMAT, SENTENCED, SAMAEL, MOONSPELL und THE GATHERING nur einige unter vielen sind. Selbst hat der Metal-Veteran mit GRIP INC. (feat. Dave Lombardo von SLAYER) vier fette Alben an den Start gebracht und zuletzt mit EYES OF EDEN die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Nun also das neueste Projekt, bei dem Sorychta mal eben die komplette Musik geschrieben, sowie das Album produziert und gemixt hat. Und da der Herr natürlich keine halben Sachen macht, ist „Shadows“ ein fettes, vielseitiges und nicht immer ganz einfaches Werk geworden (auch durch das nervige Promo-Gelaber!).

Somit knallen uns Sorychta & Co. hier 13 Kracher um die Ohren, die mächtig viel Aufmerksamkeit verlangen. Eigentlich soll diese Combo ja den direkten Nachfolger von GRIP INC. markieren, doch außer Sorychta und seinen Riffs ist von den ursprünglichen Thrashern nicht viel übrig geblieben. So zeigt insbesondere Shouter Jules Näveri, dass er alles anderer als ein Gus Chambers ist. Er deckt doch einen viel weiteren Vocal-Range ab und kann sowohl bei den energischen Shouts als auch beim kraftvoll thrashigen oder auch hymnischen Gesang voll und ganz überzeugen. Zeman an den Drums lässt mächtig die Kessel fliegen und besticht dabei durch sowohl sehr direktes aber dennoch versiertes und abwechslungsreiches, phasenweise gar recht komplexes Schlagwerk. So ist auch die Musik auch um einiges vielseitiger als noch bei GRIP INC. ausgefallen. Klar dürfen bei einer Sorychta-Band die knallenden und treibenden Thrash-Passagen nicht fehlen, aber auch im melodischen Bereich, den so manch Power Metal-Band gerne drauf hätte, kann der Haudegen wieder einmal mit griffigen Melodien und atmosphärischen Einschüben brillieren. Dabei scheut er auch nicht vor neueren/ modernen Eingebungen zurück, da erinnert z.B. „The Sun will die“ gar etwas an die Weirdos von SYSTEM OF A DOWN. Dagegen stehen mit „Emptiness“ oder auch „Burning Bridges“ zwei packende Knaller und „Clearkly Surreal“ dürfte jeden Fan komplexer/ atmosphärischer Spielkunst erfreuen.

Als Fazit kann man sagen, dass sich ENEMY OF THE SUN nicht wirklich mit GRIP INC. vergleichen lassen, da sie einfach wesentlich vielseitiger zu Werke gehen und weit mehr als nur den Thrash-Fan bedienen. So ist Sorychta mal wieder eine sehr gelungenes, frisches und top produziertes Album gelungen, das deutlich (und vor allem deutlicher als noch EYES OF EDEN) beweist, dass der Metal-Veteran noch lange nicht zum alten Eisen gehört!

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