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ENGEL - Blood of saints

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Artist ENGEL
Title Blood of saints
Homepage ENGEL
Label SEASON OF MIST
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Zwei Jahre nach dem fulminanten „Threnody“ und einem äußerst erfolgreichen Tourjahr als Support von Bands wie PAIN oder ARCH ENEMY gibt’s nun den flotten Dreier „Blood Of Saints“ zu begutachten. Werden ENGEL, deren Namensgeber Niclas Engelin mittlerweile auch bei IN FLAMES als festes Bandmitglied zockt, weitere neue Akzente setzen oder gar dem Vorgänger noch eins draufsetzen können?

Die Antwort ist ein klares Jein. Der Opener „Question Your Place“ überrascht mit harten, vordergründigen Industrial-Sounds, ehe die mittlerweile bandtypischen Gitarren einsetzen. Der Chorus ist eingängig, fast poppig und steht (wie inzwischen fast gewohnt) im Gegensatz zu den groovenden, harten Strophen mit Standard-Modern-Metal-Riffs. Groovy ja, aber auch nicht wirklich mitreißend. Mehr weiß da schon das rockende „Frontline“ zu gefallen, das nur hintergründig mit Keyboards untermalt ist und mit ersten Schlagzeug-Gimmicks und einem geilen melodischen Soloteil (IN FLAMES lassen extrem grüßen) aufwartet. Ebenso ungewöhnliche Drumsounds heben das melodische „Feel Afraid“ über das Mittelmaß hinaus, aber bisher bleiben die ganz großen Aha-Momente noch aus. Erst das recht deftig aus den Boxen dröhnende „Cash King“ kann wieder mit packendem Refrain überzeugen, gleichermaßen der groovende Titeltrack. Es folgen wieder ein paar belanglosere Nummern, ehe mit „In Darkness“ die nächste Groovesau vom Stapel gelassen wird, die künftig zum ENGEL-Liveklassiker im Stile von IN FLAMES „Only For The Weak“ geraten sollte.

„Blood Of Saints“ ist also in gewisser Weise eine Enttäuschung, da hier zwar komplett solide Kost geboten wird, man allerdings schon beim Vorgänger ein Level erreicht hatte, das hier nicht mehr zu toppen war. Zudem orientiert man sich zeitweise zu sehr an dem Stil der „Flammbierten“, was zwar aufgrund des Betätigungsfeldes des Bandbosses nachvollziehbar ist, jedoch aufgrund der Innovation der Band zu Debützeiten schon etwas weh tut.

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