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ENRAGED BY BEAUTY - Vae Victis

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Artist ENRAGED BY BEAUTY
Title Vae Victis
Homepage ENRAGED BY BEAUTY
Label BIG DEAL RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.8/10 (5 Bewertungen)

Ein Ruck ging durch die Metalszene, als die fünf Jungs von ENRAGED BY BEAUTY mit ihrer hausgemachten EP „Words like Poetry“ auf der Bildfläche erschienen. Inzwischen hat man bei Big Deal Records unterschrieben, so dass Eigenproduktionen nicht mehr in Frage kommen und man lässt direkt den ersten Longplayer „Vae Victis“ auf die Menschheit los.

Nach einem kurzen wie düsteren Intro ballert man direkt mit „Screams of Suicide“ los. Man macht keine Gefangenen, knüppelt alles nieder, was sich einem in den Weg stellt. Double Bass Attacken vom allerfeinsten werden raus gekloppt, Dirk Hoffmann (seines Zeichens Shouter) brüllt wütende Growls, die HEAVEN SHALL BURN Vokalisten Marcus in nichts nachstehen, heraus. Man hört eine klare Linie in den Songs heraus, so wird durch die Rhythmusfraktion eine Grundstruktur aufgebaut, während die beiden Gitarreros ihre Sechssaiter in melodische Höhen bringen. „The best in Town“ ist einer der elf Tracks, der mir mit am Besten gefällt. Man beginnt mit einem Voice Sample und groovt sich dann in altbekannter aber dennoch erfrischend neuer Metal Manier über drei Minuten zum finalen Breakdown. Dass man diverse Stilrichtungen miteinander verschmelzen lässt, wird einem direkt wieder klar, wenn man sich „Madhouse“ zu Gemüte führt, hört sich das Stück doch stark nach TRIVIUM zu „Ascendancy“-Zeiten an. Im Chorus wird das Tempo dann aber wieder gedrosselt und Breakdowns der brutalsten Sorte brechen über einen hinein. „Madhouse“ weiß aber nicht nur durch Tempo, sondern auch durch Melodien, die im Ohr bleiben, zu überzeugen. Die „LP“ endet dann leider mit „Words like Poetry“, die fünfminütige Nummer, – lässt man die Vocals mal außer Acht – könnte auch auf einem Album des Münsteraner Quintetts NEAERA bestehen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast meinen, man würde ein „Let the tempest Come“ oder auch „I love the world“ von jener eben angesprochenen Combo hören. Zum Ende der Platte lässt Dirk noch mal all seiner Wut freien Lauf und das Zusammenspiel zwischen Gitarre, Bass und den Double Bass Attacken des Schlagzeugs macht dem Ganzen ein Ende. Man spielt sich von Breakdown zu Breakdown, experimentiert mit Disharmonien und lässt die 37 Minuten geballte Aggressionen genau so enden, wie sie begonnen haben und zwar damit, dass man das Intro wieder aufgreift und es kurzerhand zu einem Outro umfunktioniert.

„Vae Victis“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass „Schubladendenken“ allgemein überbewertet wird. Man überschreitet die Grenzen zwischen Metalcore, Hardcore und Death Metal, so dass einfach eine mörderische Scheibe voller Aggressionen dabei rauskommt. ENRAGED BY BEAUTY liefern gute Arbeit ab. Man bekommt elf Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 37 Minuten zu hören, die nie langweilig werden und nur so vor Energie strotzen. Es mag vielleicht zum Teil auch daran liegen, dass der Silberling von Alexander Dietz, der sonst unter anderem HEAVEN SHALL BURN produziert, gemastert wurde, doch man kann einen noch so guten Producer am Start haben, der sein Handwerk wirklich versteht, wenn Murks abgeliefert wird. Der Fünfer aus Pirmasens zeigt auf dem ersten Longplayer, dass man auch Alben machen kann, die sowohl den HATEBREED Jüngern als auch Anhängern von JOB FOR A COWBOY oder NEAERA gefallen werden. Alles in allem ziehe ich den Hut vor ENRAGED BY BEAUTY und „Vae Victis“, denn nicht jede Band schafft es, ein so gelungenes Erstlingswerk auf die Menschheit los zu lassen.

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