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ENSIFERUM - From Afar

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Artist ENSIFERUM
Title From Afar
Homepage ENSIFERUM
Label DRAKKAR
Leserbewertung
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7.7/10 (6 Bewertungen)

ENSIFERUM sind nun seit einigen Jahren nicht mehr aus der Folk Metal-Szene wegzudenken und nach regelrechtem Dauertouren erscheint drei Jahre nach „Victory Songs“ nun wieder ein Album für die Pagan-Gemeinde. Stilmäßig entfernt sich „From Afar“ wie schon der Vorgänger vom Schlachtensound und wartet mit meist fröhlichen Melodien auf, so dass man hier definitiv kein zweites „Iron“ erwarten sollte.

Die Mannen um Hauptsongschreiber Markus Toivonen bleiben auch diesmal ihrer Tradition treu, alle Alben mit einem akustischen Intro einzuläuten, doch baut „By The Diving Stream“ so gar keine Spannung auf, so dass es vielleicht lieber als „Puffer“ in die Mitte des Albums gepasst hatte. Dafür legt der Titeltrack „From Afar“ gleich doppelt bombastisch los, doch erst „Twilight Tavern“ kann so richtig begeistern, auch wenn dafür ihr eigener Hit „Ahti“ einen Tick zu sehr durch den Reißwolf gedreht wurde; dafür peppt man das Stück mit einem Frauenchor auf. „Stone Cold Metal“ erweist sich als absolutes Partystück mit Westerneinlage (das wird sicher DER neue Livehit), doch insgesamt bleibt vom Rest des Albums einfach nichts großartig hängen. Die beiden Zehn-Minutentracks „Heathen Throne“ und „The Longest Journey (Heathen Throne Part 2)“ ziehen sich wie Kaugummi ohne jegliche Höhepunkte in die Länge, kein Vergleich mit früheren Meisterwerken wie “Lai Lai Hei” oder “Victory Songs”. „Tumman Virran Taa“ ist eine dagegen eine einminütige akustische Angelegenheit mit finnischem Klargesang, sehr ENSIFERUM-untypisch, aber ein sehr schönes Stück, erinnert etwas an den mehrstimmigen Gesang von TYR.

Insgesamt ist es zwar schön zu sehen, dass ENSIFERUM versuchen, sich weiterzuentwickeln und auch neue Elemente einbauen (Frauenchor und Westernelemente), doch gerade aus den Orchestrierungen hätte man so viel mehr machen können. Auch fehlen dem Album bis auf „Twilight Tavern“ und eben „Stone Cold Metal“ einfach die Hits, so dass „From Afar“ doch ein eher mittelprächtiges Werk ist.

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