Band Filter

ENSIFERUM - Iron

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ENSIFERUM
Title Iron
Homepage ENSIFERUM
Label SPINEFARM
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (13 Bewertungen)

ENSIFERUMs selbstbetiteltes Debüt schlug ein wie eine Bombe, auch hierzulande. Finnische Bands scheinen ja momentan sowieso in Mode, vor allem, wenn sie einen folkloristischen Anstrich ihr Eigen nennen. Und so war es kein Wunder, dass sie auf der „Humpaa-Tour“ mit FINNTROLL und THE WAKE die heimlichen Headliner waren, begeistert gefeiert wider den allgemeinen Tourmüdigkeits-Trend. Mit dem Follow up „Iron“ wollen sie nun ihren Status festigen bzw. weiter ausbauen. Das von Flemming Rasmussen in den Sweet Silence-Studios Kopenhagen aufgenommene Werk ist schon eine ganze Weile fertig, es wurde sogar noch mit dem alten Gitarristen/ Sänger Jari Mäenpää angefertigt, der sich mittlerweile nur noch auf sein Projekt WINTERSUN konzentriert. Live wurde er ja mehr als ordentlich vom NORTHER Shouter Petri Lindroos vertreten. Die Band selbst scheint ein wenig genervt vom Release-Hick Hack zu sein, aber nun ist der Zeitpunkt gekommen und auch wir Mitteleuropäer kommen in den Genuss 10 neuer Speed/ Folk-Geschosse.

Man hat natürlich alles richtig gemacht und gibt den Fans genau das, wonach sie lechzen: Klassische Heavy Metal Riffs, Mitgröhlrefrains, speedige/ eingängige Parts, verspielte Soli und natürlich einen gut geölten Folk-Unterbau. Das alles in einer sehr klassischen Produktion, die deutlich 80er orientiert ausfällt, ohne den nötigen Druck missen zu lassen. Man fühlt sich an die typischen 80er Jahre Kapellen erinnert, für die man sich in den 90ern eine zeitlang schämte, die aber nun mit ein paar neuen Einflüssen kombiniert wieder das Bedürfnis nach Harmonie und guter Laune einlösen, und was ist daran auch verwerflich? Ein paar Stücke möchte ich besonders hervor heben: „LAI LAI HEI“ hört sich mit dem männlichen Clean-Gesang wie Helmut Lotti im Humpaa-Fieber an, das darauffolgende „Tears“ wiederum bietet passender weise Lagerfeuerromantik mit weiblicher Stimme und Akustikgitarren. „Tale of Revenge“ wiederum wurde verdientermaßen bereist vorab als Single veröffentlicht.

Eine heroische Scheibe voller Pathos und Spielfreude, unverfälscht wirkend und ohne irgendeinen Trend-Anspruch, obwohl man gerade dadurch wieder Trends setzt. Fans von alten HELLOWEEN bis hin zu CHILDREN OF BODOM, BLIND GUARDIAN und natürlich auch FINNTROLL dürfen getrost ihr Portemonnaie zücken, so jung wie heute werdet ihr diese skandinavische Bande nicht wieder treffen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

ENSIFERUM - Weitere Rezensionen

Mehr zu ENSIFERUM