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ENSIFERUM - Unsung Heroes

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Artist ENSIFERUM
Title Unsung Heroes
Homepage ENSIFERUM
Label SPINEFARM
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.1/10 (39 Bewertungen)

Die Finnen sind mittlerweile seit 1995 in der Musikwelt unterwegs und haben sich auf diesem Weg nicht nur von Landsmännern wie AMORPHIS und Co inspirieren lassen, sondern auch ihrerseits sicherlich einige Bands, die auf der nach wie vor erfolgreichen Pagan/ Folkwelle schwimmen, nachhaltig beeinflusst. Der Einstieg in das mittlerweile 5. ENSIFERUM-Album gestaltet sich recht episch mit einem symphonischen Instrumental-Intro namens „Symbols“. Wüsste man nicht, dass hier eine Metalscheibe im Player rotiert, so könnte dies auch gut und gerne der Soundtrack für einen Fantasystreifen sein. Mal sehen, ob die insgesamt 60 Minuten Spielzeit auch weiterhin so episch bleiben, 9 weitere Lieder warten darauf entdeckt zu werden.

Auf das Intro folgt das recht flotte „In My Sword I Trust“, das nicht nur vom Titel her typisch ENSIFERUM ist. Stakkatoriffs, wummernde Doublebass und heroischer Gesang. Es folgt der Titelsong, bei dem in puncto Tempo einen Gang zurückgeschaltet wird. Hier nimmt ein Midtempo Stück den Hörer in Empfang – es fällt gegenüber dem vorherigen Songs etwas ab, ist aber dennoch eine gelungene Nummer, die abermals mit einem episch getragenen instrumentalen Teil versehen ist. „Burning Leaves“ beginnt mit Akustikgitarren und klingt einfach typisch Finnisch. Richtig ruhig und harmonisch wird es mit „Celestial Bond“, das komplett im Cleangesang von einer Sängerin dargeboten wird. Gleichsam so, als wolle man den Hörer dann aus den Träumen reißen, schiebt man mit „Retribution Shall Be Mine“ eine ziemlich flotte Nummer hinterher, die noch ein wenig schneller als „In My Sword I Trust“ unterwegs ist. Wie man sieht, kommen bis hierher bereits die unterschiedlichsten Hörergruppen auf ihre Kosten, von episch bis mitsingkompatibel und Gaspedal durchgetreten ist alles dabei – und immer schön folkig finnisch und unverkennbar ENSIFERUM. Abermals wird das Tempo gedrosselt, um „Star Queen (Celestial Bond part II)“ zu präsentieren – nochmals Akustikgitarren, dieses Mal aber mit cleanem Gesang einer männlichen Stimme und weniger verträumt, dafür eher majestätisch. Zudem wird das Tempo zur Mitte hin ein wenig angezogen. Scheint als setze man bei diesem Album auf starke Kontraste, denn nach einem weiteren schnellen Stück namens „Pohjola“ folgt abermals ein ruhigerer Akustiktrack („Last Breath“), bevor man dann zum finalen Schlag mit dem überlangen 16-minütigen Rausschmeißer „Passion Proof Power“ ausholt – eine schöne Alliteration. Nach einer beinah zweiminütigen getragenen Einleitung nimmt PPP so langsam Fahrt auf und bietet nochmals alle Facetten, die bisher auf dem Album zu hören waren. Wer also eine Art Quintessenz hören möchte, braucht eigentlich nur diesen Song. Stellenweise klingt das Ganze verdammt nach AMORPHIS. Lustig wird’s dann bei etwa 12 Minuten, als plötzlich ein kurzer Dialog in deutscher Sprache zu hören ist – dafür sind dann wohl die APOKALYPTISCHEN REITER verantwortlich, die bei diesem Album ihre Finger mit ihm Spiel hatten. Allein dieser letzte Song braucht sicherlich einige Durchläufe, um alle Details zu erfassen.

Insgesamt gesehen ist die Scheibe also nach wie vor typisch ENSIFERUM, auch wenn im Vergleich zu den Vorgänger-VÖs das Tempo etwas gedrosselt wurde und die Scheibe vor Detailreichtum nur so strotzt. Man ist „erhabener“ unterwegs und das steht den Finnen meiner Meinung nach ziemlich gut zu Gesicht. Fans werden auch hier nicht enttäuscht sein, sollten aber auf alle Fälle vorher mal reinhören, wie ihnen diese Scheibe gespickt mit neuen Ideen und vielen ruhigen Parts zusagt. Nach wie vor konzentriert man sich darauf, viele Melodien zu verwenden und hat eine Menge Ohrwürmer im Gepäck – das sollte dann letzten Endes auch eher skeptische Fans versöhnlich stimmen.

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