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ENSIFERUM - Victory Songs

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Artist ENSIFERUM
Title Victory Songs
Homepage ENSIFERUM
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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7.6/10 (10 Bewertungen)

ENSIFERUM, Klappe die dritte. Oft wird über das 3. Album ja gesagt, dass es das wichtigste für eine Band sei, und im Fall von ENSIFERUM trifft dies umso mehr zu, da „Victory Songs“ nach einer eher enttäuschenden EP das erste Album mit dem neuen Sänger Petri Lindroos ist, um den es ja die ein oder andere Diskussion gab aufgrund seiner weniger vielfältigen Stimme im Vergleich zum Vorgänger. Gut, einen Jari Mäenpää (jetzt: WINTERSUN) zu ersetzen, ist nicht gerade leicht, vor allem, da dieser aus unerfindlichen Gründen einen sehr hohen Beliebtheitsgrad bei den Fans besitzt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Petri ihm in seiner Stimmqualität doch sehr ähnelt (Laien würden den Unterschied sicher kaum erkennen), und auch gitarrentechnisch ist er nicht von schlechten Eltern. Da Markus Toivonen auch weiterhin Hauptsongschreiber ist und auch bleibt, hat sich im Grunde nicht viel geändert.

Eigentlich! Denn wer wieder ein heroisches Wikingeralbum erwartet hat, wird dann doch „enttäuscht“. Statt tollkühner Wir-ziehen-in-die-Schlacht Lieder, wie der Albumtitel ja vermuten lässt, gibt’s es folkige Partysongs à la „One More Magic Potion“ oder „Ahti“. Enttäuschend ist das Endergebnis dann aber absolut nicht, denn statt ein zweites „Iron“ zu kreieren, haben die Jungs glücklicherweise die Richtung gewechselt, was Petris weniger erhabene Stimme in einem günstigeren Licht erscheinen lässt. Allerdings setzt man weiterhin auf den Kontrast zwischen Markus klarem Gesang und Petes Schreien, woran er zu meinem Erstaunen sehr viel gearbeitet hat, klingt er doch um einiges tiefer und weniger kreischend als bei seiner Stammband NORTHER (ist er vielleicht doch vielseitiger, als er es bisher gezeigt hat?) Wie schon auf den Vorgängeralben, beginnt auch „Victory Songs“ mit einem Intro, das passend zum Album den Titel „Ad Victoriam“ (dt: „zum Sieg“) trägt. Der darauf folgende Titel wird dann typisch für ENSIFERUM mit einem alles vernichtenden Kampfschrei begonnen, allerdings bleibt das Stück sonst nicht weiter in den Ohren. Dafür aber umso mehr „Deathbringer From The Sky“ und eben die Single „One More Magic Potion“, die mit ihrem eingängigen Chorus zum Mitsingen anregt. Mein persönlicher Favorit ist jedoch „Raised By The Sword“, da es vor allem nach dem ruhigen Zwischenpart einfach wunderbar erhaben klingt! Wie auf Iron gibt es mit „The Wanderer“ auch wieder einen ruhigeren Song, der allein von Markus gesungen wird. Fast schon meisterhaft ist der Titeltrack, der mit einem akustischen Intro und einer auf Finnisch gesungen Strophe wie ein Gegenstück zu „Lai Lai Hei“ wirkt.

Fazit: ENSIFERUM haben mit diesem Album definitiv bewiesen, dass sie zur Spitze der derzeitigen Folk Metal-Szene gehören!

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