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ENSLAVED - RIITIIR

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Artist ENSLAVED
Title RIITIIR
Homepage ENSLAVED
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (23 Bewertungen)

Als das neue Album von ENSLAVED als Thema aufkam, war ich doch im ersten Moment etwas verwundert. So lange war „Axioma Ethica Odini“ doch noch gar nicht her. Gute 2 Jahre sind seit dem Release dieses Meisterstücks dennoch vergangen und die Norweger machen genau da weiter, wo sie aufgehört haben.

Mittlerweile hat man sich an den komplexen und psychedelisch angehauchten Sound der Black bzw. Viking Metal-Pioniere gewöhnt. Keine Frage, musikalische Achterbahn-Fahrten wie „Thoughts like Hammer“, das hymnische „Roots of the Mountain“ oder das Mega-Epos „Forsaken“ sind wieder mal herausragende Glanzstücke des anspruchsvollen wie extremen Metals. So koalieren die aggressiven Passagen wieder ungemein beeindruckend mit den komplex-rockenden Mittelstücken sowie hymnenhaften Refrains und tollen Melodien! Dem Zusammenspiel von Grutles fiesen Screams und den klaren Gesängen von Keyboarder Hebrand Larsen wurden nun verstärkt noch tiefe Growls hinzugefügt. Für Vielseitigkeit ist also gesorgt! Genauso wie auch wieder für ungemein effektive, aber nie zu aufdringliche atmosphärische Effekte. So zieht sich z.B. durch „Forsaken“ eine leise aber prägnante Piano-Melodie, während bei „Death in the Eyes of Dawn“ mit düsteren Spoken Words gearbeitet wird und man im Hintergrund von „Thoughts like Hammers“ verzweifelte Schreie vernimmt. Auffällig bei „RIITIIR“ ist der verstärkte Anteil von pathetischen Clean-Gesängen, die den Songs natürlich mehr Tiefgang verleihen, aber auch ein wenig Aggressivität nehmen. Wobei diese natürlich bei ENSLAVED auch 2012 einen wichtigen Part einnimmt.

„RIITIIR“ steht übrigens für „Rituals of Men“ und soll auf die inneren Werte und ureigensten Instinkte des Menschen hinweisen. Und auch wenn das neue Werk wieder mal ein beeindruckendes Beispiel für die großartige musikalische Kunst dieser Band ist, fehlt mir bislang doch ein wenig der Aha-Effekt, den man eigentlich auf jedem ENSLAVED-Album findet. Auch wenn diese Musik durchdacht sein muss, kommt es mir dieses Mal ein wenig zu verkopft vor. Vielleicht nehmen sich die Norweger ihr eigenes Konzept ein wenig selbst zu Herzen und lassen in Zukunft wieder mehr ureigene Ungestümheit zu.

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