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ENTHRONED - Obsidium

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Artist ENTHRONED
Title Obsidium
Homepage ENTHRONED
Label AGONIA RECORDS
Leserbewertung
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8.9/10 (39 Bewertungen)

Falls Irgendjemandem der strahlende Sonnenschein draußen auf die Nerven geht und ihr viel lieber noch klirrend kaltes Winterwetter hättet, kann euch zumindest musikalisch ein wenig geholfen werden, denn die belgische Schwarzwurzelfraktion ENTHRONED meldet sich mit ihrem neuesten Silberling „Obsidium“ zurück.

Die Belgier wüten mittlerweile schon knapp 19 Jahre in Black Metal-Gefilden und mittlerweile können sie ihr neuntes Album präsentieren! Das hieße dann also ungefähr alle zwei Jahre eine neue Scheibe und das passt auch dieses Mal, der Vorgänger „Pentagrammaton“ wurde 2010 unters Volk gebracht. Los geht es ohne Intro oder Schnickschnack mit „Sepulchred Within Opaque Slumber“ mit klirrender Atmosphäre und einem verdammt mächtigen Einstieg – nach anfänglicher Begeisterung plätschert der Opener dann allerdings fast schon ein wenig dahin. Also ordentlich ist das, was geboten wird schon, nur irgendwie recht 08/15. Die choralen Parts zwischendurch verstärken den düsteren Eindruck aber recht gut – Schade nur, dass diese so kurz und selten auftauchen. Wenn man das folgende „Nonus Sacramentvm – Obsidium“ hört, fragt man sich fast schon, warum diese flottere und richtig schön thrashige Nummer nicht als Opener gewählt wurde – hier wird zudem ordentlich Tempo gemacht, was viel besser zu ENTHRONED passt. Das als Opener, damit hätte man den Hörer sofort richtig platt gemacht und für ordentlich Eindruck gesorgt. Gut, dass danach gleich ein Klopper wie „Horns Aflame“ folgt und den eher mäßigen Einstieg endgültig vergessen macht (oder zumindest fast) – zumal die Mitteleuropäer hier mit Gesangsvariationen aufwarten können und zeigen, dass sie durchaus auch noch anders können als „nur“ Keifen. Danach lässt man aber wieder ein wenig nach. Insgesamt wirkt die Scheibe bisweilen ein wenig wie eine Achterbahnfahrt – besonders die erste Hälfte, bei der sich durchschnittliche (dennoch nicht richtig schlechte Songs) mit Stücken abwechseln, die entweder so richtig reinhauen oder aber aufhorchen lassen und mitreißen. In der zweiten Hälfte laufen ENTHRONED zu ganzer Stärke auf und pfeffern dem Hörer einen fetten Song nach dem anderen um die Ohren. Raserei und düstere, bedrohliche Atmosphäre mit abwechslungsreichen Rhythmen galore!

Fans können hier bedenkenlos zugreifen und dem Rest ist ein Antesten auf jeden Fall empfohlen. Alles in allem kann man der Combo das Auf und Ab der ersten Hälfte verzeihen, zumal das, was für die Belgier eher Durchschnitt ist, für viele Kollegen immer noch Kompositionen wären, die sie gerne im Repertoire hätten. ENTHRONED gehören auf jeden Fall zu den stärkeren Bands, die das Genre zu bieten hat.

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