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EPHEL DUATH - Pain necessary to know

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Artist EPHEL DUATH
Title Pain necessary to know
Homepage EPHEL DUATH
Label EARACHE/ ELITIST
Leserbewertung
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Es gibt CD Rezensionen, da würgt man sich so ein bisschen durch. Nicht dass die CD von EPHEL DUATH schlecht wäre, sie ist sogar überaus anspruchsvoll! Hart ist sie und überrascht zudem mit einfallsreichen Ideen. Doch sie beschäftigt sich mit Abgründen der menschlichen Seele, bei denen ich anscheinend noch nicht angelangt bin. EPHEL DUATH wagen hier ein Experiment, wie es meines Wissens in dieser Form noch nicht zu hören war. Sie verknüpfen hier verschiedene Musikstile zu einem neu gewonnenen Klangerlebnis. So scheint Improvisation hier groß geschrieben worden zu sein.

Hier finden sich Töne aus dem Metal, Free Jazz, Easy Listening, sowie dem Progressive Rock. Besonders ungewöhnlich ist dabei die äußerst aggressive Stimme von Luciano Lorusso zu den eher seichten Klängen der Musikinstrumente. Also bestenfalls habe ich solche Musik mal in Montreux beim dortigen weltberühmten Jazz-Festival gehört. Aber eben nicht mit diesem Gesang. Was die fünf italienischen Herren hier auf die Beine stellen, ist Kunst, aber eben sehr moderne. Dass sie damit nicht die Massen begeistern werden, wissen sie sicherlich selbst. Doch für einen kleinen eingeweihten Kreis werden sie gewiss interessant sein. Die Scheibe beginnt mit „New Disorder“: Hier ist keine Gitarre verzerrt zu hören, melodisch und clean klingen die Töne, die immer wieder sämtliche Tonleitern rauf und runter wandern. Der Bass von Fabio Fecchio wird getabbt, gezupft, gequält. Eine Unmenge von Dissonanzen unterbrechen die Lauforgien. „Vector third movement” kommt mit überragender Drumarbeit daher, schnell, dynamisch, mit vielen Breaks. Huch! Auch mal Sprechgesang. „Pleaonasm“ ist dann der erste Song, der halbwegs eine gewisse Gradlinigkeit aufweist. Anscheinend beweist „Few stars, no refrain and a cigarette“ was EPHEL DUATH mit ihrem Werk ausdrücken wollen. „I killed Rebecca“ zieht noch zusätzlich die Stimmung ins Düstere. Gegen Ende driften sie noch ins mathematische ab – bei „Vector“ und „Vector, second movement“ ziehen sie jegliche Register ihrer spielerischen Kraft und Ausdrucksstärke.

Also um ganz ehrlich zu sein, ich war froh, als ich mich hier durchgearbeitet hatte. Mögen die Freaks dieses Werk schön reden. Mein Ding ist es nicht, aber ich bin da vermutlich zu einfach gestrickt.

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