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EPIC DREAMS - In The Cold Light Of Day

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Artist EPIC DREAMS
Title In The Cold Light Of Day
Label ANNA LOGUE RECORDS
Leserbewertung
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8.3/10 (4 Bewertungen)

Mit „In The Cold Light Of Day” liegt gewissermaßen das Debut-Album der Wuppertaler Formation EPIC DREAMS vor, „übersieht“ man einmal die im Eigenvertrieb veröffentlichten CDs „1986-2008“ bzw. „1986-2009“. Dabei existiert die Band, bestehend aus GÖTZ, ANDY und JOA, mit längerer Pause eigentlich schon seit 1986. Damals noch unter dem Namen THE HULK, beschlossen die Musiker, sich ab 1989 erst einmal anderen musikalischen Projekten und Aufgaben zu widmen. 2008 erlebte das zwischen Minimal Electro und Cold Wave angesiedelte Projekt eine Reunion und seitdem kann die Formation auf zahlreiche Liveauftritte und Veröffentlichungen zurückblicken. Nebenbei arbeiten die Musiker auch an anderen Projekten wie COSMIC HULA RADIATORS oder MÄNGELEXEMPLAR.

Das lange Warten auf den ersten offiziellen Silberling hat sich in jedem Fall gelohnt. In der langen Zeit liegt auch begründet, dass die CD mit großzügigen 19 Stücken aufwarten kann. Präsentiert wird das Ganze in einem wunderschön gestalteten, 6-seitigen DigiPak zzgl. ausführlichem Booklet mit allen Texten. Das Album startet mit „Warzone“, das gleich zu Beginn ein echtes Highlight darstellt. Eindringliche Synthibässe, hypnotischer Gesang und eine im Ohr festhängende Melodie. Es folgt das flotte „Escape Plan“ mit schwebenden Keyboardsounds im Refrain. Wenn man EPIC DREAMS mit anderen Bands vergleicht, können klare Einflüsse ausgemacht werden, die jedoch zu einer sehr eigenständigen Mixtur vermengt sind. So erinnert mich „Life Signs“ an eine elektronische Inkarnation von CLAN OF XYMOX, wo bei anderen Songs auch Erinnerungen an YAZOO, DEPECHE MODE, HUMAN LEAGUE und die zahlreichen Elektronik-Acts der 80er wach werden. „Love & Hate“ wirkt angenehm düster. Mit „Key Of Life“ folgt erneut ein sehr eingängiges Stück. „Hopeless Dreamer“ ist einer meiner absoluten Lieblinge. Der Track frisst sich im Ohr fest und geht dort auch nicht mehr heraus. Klasse Songwriting! “Waterfalls” wirkt im Ganzen verträumter. „Chains“ ist ein sehr treibendes Stück für die Tanzfläche, wohingegen „Dark Clouds“ etwas grooviger daherkommt. „Light Action Key“ besticht durch flotte Rhythmik und glasklare Synthisounds. Überhaupt ist der Klang auf dem gesamten Album sehr gut ausgefallen. „Signals“ präsentiert sich ebenfalls wieder etwas langsamer und verträumter. Nach den beiden mid-tempo Nummern „Departure“ und „Shattered Dreams“, gibt es einen weiteren meiner Favoriten. „Breakout“ ist ein absoluter Ohrwurm. Die Melodie habe ich noch lange nach dem Hören des Songs im Kopf gehabt. Auch „Navigation“ und „Summer Nights“ beinhalten sehr schön Melodien. „Daybreak“ und „In Memory“ fügen sich perfekt hinzu. Auch diese beiden Stücke wirken sehr harmonisch und eingängig. Mit „Great Moments“ beendet eines der besten Stück das Album. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich diesen Track jetzt bereits gehört habe. Mitreissender Refrain, wundervolle, glasklare Synthisounds, treibender Beat. Hammer!

„In The Cold Light Of Day“ ist ein äußerst gelungenes Album geworden. Neben dem Umfang (19 Stücke, Digi Pak, Booklet) überzeugt die durchgehend hohe Qualität der einzelnen Songs, wobei es keinen einzigen Ausfall gibt. Alle Musikfreunde, die auf elektronische Musik der 80er mit einer Prise Wave stehen, sei diese CD wärmstens empfohlen. Bleibt jetzt noch der Hinweis, dass in absehbarer Zeit auch noch eine Vinylversion des Longplayers veröffentlicht werden soll. Für mich jetzt schon eins der besten Alben 2015. Kauftipp!

Anspieltipps: „Warzone“, „Hopeless Dreamer“, „Breakout“ und „Great Moments“

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