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EPICA - Design Your Universe

VN:F [1.9.22_1171]
Artist EPICA
Title Design Your Universe
Homepage EPICA
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.9/10 (15 Bewertungen)

Eine genaue Vorstellung der Niederländer EPICA schenke ich mir an dieser Stelle, immerhin sind die Symphonic Metaller um Frontblickfang Simone Simons und Mastermind Mark Jansen schon seit 2002 im Geschäft. Der mittlerweile zweite reine Studio-Output „Design Your Universe“ über Nuclear Blast setzt stilistisch erwartungsgemäß da an, wo „The Divine Conspiracy“ aufgehöret hat: Klassisch unterlegter Gothic Metal mit Soundtrack Qualität in Form von dynamischen Songs, die sich in Tempo- und Härtegrad angenehm vom üblichen Genreallerlei abheben, was möglicherweise auch dem von GOD DETHRONED übergewechselten Isaac Dalahaye an der Gitarre zu verdanken ist.

Ein Intro leitet den ersten richtigen Song „Resign To Surrender“ ein, der mit einem tollen Chorus sowie vereinzelt eingestreuten Grunts vom Chef und mit einem mit Choreinlagen hinterlegten Finale zu gefallen weiß. Nachdem „Unleashed“ als vergleichsweise simpel gestrickter Titel zwar gutklassig aber etwas zahnlos daherkommt, wird man mit „Martyr Of The Free Word“ total überrascht. Startet ziemlich heftig mit Doublebass im Uptempo, um sich dann mit einer Hammer-Hookline in der Strophe von Simone wie aus 1000 und einer Nacht im Langzeitgedächtnis festzusetzen. Nachdem man im zweiten Teil des Chorus von Mark Jansens harschen Growls erneut erstaunt ist, steht nach einem genialen Moshpart mit gregorianischen Chorgesängen als Kontrast das erste Highlight des Albums fest. „Our Destiny“ überzeugt dann als erster ruhigerer Track mit super-eingängigem Chorus, sorgt aber gleichzeitig mit seinem relativ harten Mittelteil dafür, dass der Song nicht ins Kitschig-Poppige abdriftet. „Kingdom Of Heaven“ macht danach mit einer Spielzeit von über 12 Minuten dem Bandnamen alle Ehre, ist gespickt mit geilen Riffs, Breaks, musikalischen Raffinessen und rechtfertigt absolut die ca. dreijährige Arbeit, die Mark Jansen bis zur Fertigstellung dieses Stücks investiert hat. Ausgleichend zu diesem Monster geht es dann nach einem Intro weiter mit „Burn To A Cinder“, einem vergleichsweise simplen Rocker mit eingängigem Riff während der Strophe, einem orchestralen Mittelteil, der dafür sorgt, dass der musikalische Anspruch der Band hier gehalten werden kann und wiederum einem sehr melodischen Chorus. „Tides Of Time“ lässt als erste richtige Ballade des Albums Simones Stimme voll zur Geltung kommen. Nett aber nicht zwingend, ebenso wie das eher unspektakuläre „Deconstruct“. Anders bei dem anschließenden „Semblance Of Liberty“, das mit gitarrenorientierter Härte und passenderweise auffallend dominanten Grunts von Mark als härtester Song des Albums zu überraschen weiß. Nach der im Duett von Simone und SONATA ARCTICAS Toni Kakkos vorgetragenen Ballade „White Waters“ gibt die Band im Rausschmeißer und Titelsong noch einmal alles in Punkto Bombast, Dramatik und Abwechselung, und lässt einen nach insgesamt 13 Stücken erschöpft in den Sessel sinken.

„Design Your Universe“ überzeugt durchweg mit einer ausgezeichneten Produktion und musikalischem Können. Es geht ohne Bedenken als Hammeralbum und bisheriges Highlight der Banddiskographie durch, welches hier als Kauftipp für Gothic Metal Fans und Freunde anspruchsvoller Metalkost gleichermaßen angesehen werden darf.

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