Band Filter

Request did not return a valid result

EPIGON - Insofern

VN:F [1.9.22_1171]
Artist EPIGON
Title Insofern
Homepage EPIGON
Label FINEST NOISE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Als Epigonen werden in erster Linie unbedeutende Nachahmer ohne eigene Ideen verstanden, die im Grunde als Trittbrettfahrer unterwegs sind. Wenn sich wie im Fall von EPIGON eine Band eine solchen Namen gibt, deutet das entweder auf eine Cover-Truppe hin oder auf ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Letzteres trifft wohl eher auf die vier Bayern zu, die EPIGON 2007 gegründet haben und behaupten, man könne die Musik nicht neu erfinden, aber man könne sich wenigstens bemühen.

Den Beweis, dass ihnen das gelungen ist, wollen sie mit sieben Songs antreten, die sie auf ihrer ersten EP „Insofern“ veröffentlicht haben. Herausgekommen ist ein Funk-Indie-Rock-Mix, mit dem sie definitiv die Musik nicht neu erfunden, aber eine hörenswerte Variation hinzugefügt haben. Den Anfang macht das funkig-rockige „Fernsucht“, dem sich „Westwind“ anschließt, dessen Gitarrensequenzen stark an die RED HOT CHILI PEPPERS erinnern. „Geschichte schreiben“ nimmt Tempo raus und verlegt sich stattdessen auf gefühlvolle Melodien, während „Standby“ wieder verstärkt auf Langaxtgefrickel setzt. Mit „Bier & Champagner“ verbinden die Bajuwaren akustische Sechssaiter mit einem etwas anstrengenden Gesang, der einfach viel zu viel Pathos verbreitet. Dies setzt sich auch bei „Zu den Netzen“ fort, allerdings hat der Song insgesamt mehr Drive, wodurch die Vocals nicht so ins Gewicht fallen. Mit „Insel“ kehren EPIGON wieder zum knackigen Funkrock zurück, wo sie auch am besten aufgehoben sind.

Klasse Gitarrenarbeit, die von einer guten Rhythmusgruppe begleitet wird, einzig an der Mikroposition muss noch ein bisschen gefeilt werden. Billiges Kopieren kann man EPIGON aber definitiv nicht vorwerfen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu EPIGON