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EQUILIBRIUM - Erdentempel

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Artist EQUILIBRIUM
Title Erdentempel
Homepage EQUILIBRIUM
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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7.0/10 (4 Bewertungen)

Gute zwei Monate ist das gute Teil nun im Handel erhältlich: Das vierte Studioalbum der Pagan/ Epic Folk/ Viking Metaller EQUILIBRIUM namens „Erdentempel“. Ihren letzten Silberling „Rekreatur“ veröffentlichten die Süddeutschen im Jahre 2010 und konnten sich mit diesem Werk sogar über Platz 20 in den deutschen Albumcharts freuen. Gegründet wurde die Band 2001 ursprünglich nur für ein (!) Konzert. Aufgrund der positiven Reaktionen schraubte das Quartett jedoch an weiteren Liedern und veröffentlichte 2003 ein Demo, das sicherlich nicht unwesentlich für den heutigen Erfolg der Band verantwortlich war. Besonders die Hymne „Met“ entwickelte sich über die Jahre zum Markenzeichen der Band. Nach diversen Umstrukturierungen und dem Weggang von Andreas und Sandra Völkl ist René Berthiaume nun einziges verbliebenes Gründungsmitglied, wobei die beiden Völkls noch an der Entstehung des aktuellen Albums mitwirkten.

Nun aber zur aktuellen Langrille: Nach einer kurzen „Ankunft“ hauen EQUILIBRIUM in gewohnter Manier mit „Was lange währt“ in die Tasten bzw. Gitarren. Der Song klingt frisch und verspielt – eine perfekte Visitenkarte mit klaren Band Trademarks. Auch der darauf folgende Song „Waldschrein“ sprudelt in verwandtem Stil aus den Boxen. Passend zum Titel präsentiert sich „Karawane“ orientalisch angehaucht – vertraut und doch irgendwie innovativ neu. Der Refrain ist eingängig und ich wage vorauszusagen, dass dieser Titel sich live sicherlich gut mitsingen lässt. Etwas zu arg nach „Polka“ klingt mir dagegen „Uns’rer Flöten Klang“. Da können auch die eingestreuten Growl-Parts irgendwie nicht helfen; aber man muss ja bekanntlich nicht alles gut finden. Interessant hingegen ist definitiv „Wirtshaus Gaudi“: eine Hommage an die bayrische Heimat der Band – Musikantenstadl meets Metal. Sicherlich auch ein Stück, das die Gemüter erhitzen kann, gut gemacht ist er jedoch. Wer jetzt erwartet, dass die komplette Scheibe nur aus Saufliedern besteht, wird mit „Freiflug“, „Apokalypse“ und „Wellengang“ (zum Glück) eines Besseren belehrt. Die beiden Erstgenannten kommen episch getragen daher und gehören definitiv zu den härteren Songs der Platte, während der „Wellengang“ durchaus auf einen „Fluch der Karibik“-Soundtrack passen würde.

Alles in allem klingt der „Erdentempel“ sehr kurzweilig und ausgereift. Die Band beweist, dass sie epische, abwechslungsreiche Songs schreiben kann, man aber im gewohnten EQUILIBRIUM-Stil auch erfolgreich über den Tellerrand blickt.

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