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EQUILIBRIUM - Rekreatur

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Artist EQUILIBRIUM
Title Rekreatur
Homepage EQUILIBRIUM
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Mit dem Erfolg gehen oft auch Schwierigkeiten einher. So auch im Hause EQUILIBRIUM, in dem Shouter Helge nicht mehr „leben“ wollte und Drummer Manuel dadurch auch ins Zweifeln kam und nach den Aufnahmen zu „Rekreatur“ ebenfalls die Band verließ. Nun hat man für das neue Album mit dem befreundeten Sänger Robse, mit dem man eh mal ein Projekt angedacht hatte, schnell einen neuen Mann fürs Mikro gefunden und als neuer Drummer ist mittlerweile der Israeli Hati mit an Bord. Einiger Wirbel, bei dem man besonders aufs Ergebnis schauen muss. Viel Sorgen muss man sich aber nicht machen, denn Gitarrist Rene schreibt weiterhin die Songs, sein Axt-Kollege Andreas wollte eh schon immer Texte beisteuern und mit Robse hat man einen gestandenen Fronter, der alle Vocal-Stile drauf hat, die man braucht.

Schon der Opener „In Heiligen Hallen“ beweist, dass EQUILIBRIUM weiterhin mit voller Stärke unterwegs sind. Pompös, bombastisch mit dominanten Keyboard-Einsätzen, hymnischen Melodien, rasenden Riffattacken und fiesen Keifereien greifen die Bayern gleich voll an und zeigen vom Start an, wo der Hammer hängt. Mit den  folgenden „Der ewige Sieg“, „Verbrannte Erde“ und „Der Wassermann“ haut man dann auch gleich reihenweise Hits raus. Diese Songs strotzen nur so vor Kraft, Melodie, packender Härte, Bombast, Eingängigkeit und Spielfreude. Weitere Garanten für tosende Stimmung bei den Live-Shows. Auf diesen konnte sich schon der neue Mann am Mikro beweisen und auch auf Platte macht Robse seinen Job mehr als nur ordentlich. Etwas mehr am Death Metal orientiert wechselt der Hüne spielerisch von fiesen Keifereien zu packenden Grunts. Das war absolut der richtige Griff! Seine Höchstleistung bringt der Sänger dann mit dem mächtigen, symphonischen Stampfer „Wenn Erdreich bricht“! Hier bekommt man die inbrünstigsten Grunts des gesamten Albums vor den Latz gegrowlt. Stark. Genauso wie das abschließende „Kurze Epos“, welches mal eben über 13 Minuten geht. In diesem Instrumental tobt sich Songwriter Rene mal richtig aus und präsentiert einen wahren Pagan-Soundtrack. Großes Kino!

So haben EQUILIBRIUM eigentlich den besten Weg gefunden, um große Diskussionen bzgl. der Line Up-Wechsel zu vermeiden. Sie machen direkt Nägel mit Köpfen, legen ein starkes neues Album vor, welche alle Fans mehr als zufrieden stellen wird. Einen besseren Einstand kann man den neuen Mitgliedern doch gar nicht bieten!

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