Band Filter

Request did not return a valid result

ER FRANCE - Pardon My French, Chéri!

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ER FRANCE
Title Pardon My French, Chéri!
Homepage ER FRANCE
Label LOLILA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

ER FRANCE aus Düsseldorf/ Lyon bringen dieser Tage mit „Pardon My French, Chéri!“ ihr drittes Album in die Plattenläden. Den Sound nennt der Vierer „Understatement-Pop“ und konnte damit auch den Hamburger Kultregisseur und Freizeit-DJ Fatih Akin überzeugen, der das kratzige Punkriff von „Sing Song Girl“ auf den Soundtrack seiner Komödie „Soul Kitchen“ holte. Insgesamt bewegen sich ER FRANCE irgendwo zwischen eingängigen Popsongs und lärmenden Sixties-Garagenrock; überwiegend im grenzüberschreitenden Englisch vorgetragen, wenngleich Sängerin Isabelle Frommer an der ein oder anderen Stelle auch in ihre französische Muttersprache verfällt und es zum guten Schluss gar ein deutsch-französisches Duett mit Bandkollege André Tebbe auf die Ohren gibt.

Dieses Albumfinish „Mit Namen und mit Bildern“ erinnert stark an solche 80-Jahre-Sanges-Bünde à la STEFAN WAGGERSHAUSEN mit ALICE, UDO LINDENBERG mit HELEN SCHNEIDER oder SERGE GAINSBOURG mir CATHERINE DENEUVE. Die Ode an die Liebe ist gleichzeitig ein Geschenk an die Fans, denn ER FRANCE bieten den Song als kostenlosen Download auf ihrer Homepage an. Zuvor wird jedoch deutlich mehr gerotzt, etwa beim beschwingten Opener „Pardon“ oder dem treibenden „You’ll Possibly Disagree“. „I Hate That Part“ kombiniert gekonnt hymnische Gitarrenriffs mit beatlesken Melodiebögen, ehe ein pernodbeseelter Kneipenchor bei „In The Cheapo Bar“ begleitet von zartem Glockenspiel und jaulenden Langäxten zum fröhlichen Umtrunk lädt. Währenddessen verbeugt sich die erste Radio-Single „This Is Not A Test“ mit knackigen Bassläufen vor Rock’N’Roll-Übervater CHUCK BERRY, um bei „Two For Tango“ mit lässigen Bläsersätzen Soulcharakter zu vermitteln. Derweil geht „Joé And The Unalienable Right To Fail“ back in die rhythmusbetonten Sixties, bevor „I Woke The Same“ in der gleichen Dekade verweilend mehr Druck macht. Äußerst cool präsentiert sich „Love To Kill You“, während „Danse Avec Moi“ im 6/8-Takt in die schummrigen Tanzhallen der ausgehenden 50er Jahre entführt. Für fortgeschrittene ER-FRANCE-Fans ist „Man in Black“ ein alter Bekannter, der bereits auf dem 2007er Longplayer „Ex Saint“ begeisterte. Der Song hat in der Neuauflage einen knarzigen Synth-Bass und stampfende Drums erhalten und duldet definitiv keinen Stop und keine Pause.

Das finale „Mit Namen und mit Bildern“ fällt schon ein wenig aus dem ER-FRANCE-Sound-Rahmen, passt dann aber doch irgendwie ganz hervorragend in die Tracklist. Das liegt wohl an der Leichtigkeit, mit der das Quartett seine Songs zelebriert. Es macht einfach Spaß zuzuhören und so dauert es auch nicht lang, bis sich die 13 Nummern ins Hirn fressen und die Füße zum Wippen bringen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu ER FRANCE