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ERIC BIBB - Jericho Road

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Artist ERIC BIBB
Title Jericho Road
Homepage ERIC BIBB
Label DIXIEFROG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Ich erinnere mich noch, als ich ERIC BIBBs letztes Album in den Händen hielt und darüber schreiben durfte. Damals bemerkte ich, dass BIBB zwar auf hohem Niveau spielt, aber stilistisch und musikalisch sehr variabel ist. Und genau das ist wohl, neben ERIC BIBBs Hang zu positiven Lyrics, deren Kern das simple „Frieden und Freude am Leben“ ist, die einzige wirkliche Konstante in der Musik des New Yorkers.

Und genau diese Konstanten bilden schon bei „Drinkin’ Gourd“ das Gerüst. Einfache Akustikgitarren, Erics typischer Gesang und eine dezente Oboe machen dieses Stück direkt zum ersten Highlight. Und auch der „Freedom Train“ fährt in die gleiche Richtung. Stilistisch etwas mehr am Blues orientiert rollt der Zug mit einigen schlichten und schönen Gitarrenparts. Hinzu kommt, und das taucht im Laufe des Albums öfters auf, ein gewisses Kokettieren mit urbaneren Sounds, die zuweilen urafrikanisch anmuten. Mit „Let the mothers Step up“ erweitert BIBB nun sein Klangspektrum in Richtung Funk, lässt Bläsern und E-Gitarre Platz zur Entfaltung und überrascht mit einem gediegenen, aber passenden Solo am Sechssaiter. Jedoch wird der Stil mit „Have a heart“ erneut angepasst. Hier schwingt Soul mit und verbindet sich mit den bereits erwähnten urafrikanischen Einflüssen, nur um bei „The right thing“ sogar mit wenigen elektronischen Samples im Rhythmusbereich zu spielen. Und kurioserweise harmoniert das wunderbar mit dem souligen sanften Blues dieses Titels. Und gerade hier, wo man sich als Hörer fragt, was nun noch kommen mag, besinnt sich ERIC BIBB wieder seiner Roots und liefert einen für ihn so typischen „Death row blues“ ab. An dieser Stelle werde ich aufhören, jedes einzelne Stück anzusprechen. Nur soviel sei gesagt: Es folgen noch weitere große Nummern, die sich munter in Soul, Funk, Blues und Folk tummeln und einerseits „typisch BIBB“ sind, auf der anderen Seite aber auch zu überraschen wissen. Besonders die beiden Bonustracks werden da wohl auf die eine oder andere Art für Aufsehen sorgen. Dieses Album kommt im Übrigen wieder in einem sehr schön gestalteten DigiPak daher, samt Booklet und abgedruckter Texte, die wieder äußerst lesenswert sind. Und wer den Künstler kennt, weiß auch, dass die Produktion wieder perfekt ausgefallen ist. Sei es Stimme, seien es die Instrumente, alles klingt so wie man es erwartet.

Zum Schluss sollte eines klar sein. Ein BIBB-Album kann man eigentlich nur schwer als „gut“ oder „schlecht“ kategorisieren und auch kaum einem einzelnen Genre zuordnen. BIBB steht für tolle Lyrics, seine typische akustische Gitarre, den charismatischen Gesang und Spaß an der Musik. Und ich für meinen Teil habe sehr viel Spaß auf der „Jericho Road“, und alle Fans des Künstlers werden das genauso sehen. Und falls ich jemanden neugierig gemacht habe… Hört rein.

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