Band Filter

ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE - The Worlds Last Days

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE
Title The Worlds Last Days
Homepage ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.3/10 (6 Bewertungen)

Eine schöne Geste: Um Musikliebhabern ihren „Chaos Wahnsinn“ näher zu bringen, haben ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE ihre aktuelle Demo-CD „The Worlds Last Days“ um die (hoffentlich nicht gute) Hälfte beschnitten und eine sogenannte „decimated Version“ erstellt, die man sich nun bei den Jungs aus der Wetterau (bitte unbedingt mit weichem „r“ aussprechen!) unter alleiniger Bezahlung des für den Versand anfallenden Portos bestellen kann. Wenn das die letzten Tage dieses Planeten sind, geht die Welt fürwahr nobel zugrunde! Und um für alle ungläubigen Thomasse (und Tamaras) noch einen weiteren Grund des Zweifelns aus dem Weg zu räumen: Ja, die Endlosschlange hinter „Artist“ im Kopf dieser Review ist tatsächlich der Name dieser Band!

Für den Radio DeeJott und das gemeine Volk wird es an dieser Stelle etwas problematisch, denn die habe scheinbar bereits Schwierigkeiten damit, sich den Nachnamen eines Interpreten zu merken, was sich in einer Flut an Yvonnes, Juliettes und Vonnis bemerkbar macht, und angeblich sprachen Fans von DEPECHE MODE von SOFAD, weil ihnen „Songs of Faith and Devotion“ zu kompliziert war. Andererseits darf man davon ausgehen, dass dies wohl kaum das Publikum ist, welches die Band anzusprechen gedenkt. „Schwerer MaschinenCore“ nennen EUCE (auch die Abkürzung geht nicht wirklich runter wie Öl) ihren Stil selbst, was die Sache recht gut trifft, auch wenn Erwähnung finden sollte, dass sich eine gehörige Portion Thrash eingeschlichen hat, doch gehört das heutzutage beinahe zum guten Ton. Der Zusatz „maschinell“ trifft übrigens mehr auf die kalte und bedrohliche Produktion zu, als auf die personelle Besetzung, denn Keyboards, Scratches oder Samples sucht man hier vergebens. Statt dessen gibt es Vocals zwischen angedeutetem Gesang und heiserem Schreien, einen schön elastischen Bass und von lässigem Groove zur Double Bass schaltendes Schlagzeug. Das Klangbild ist wenig druckvoll geraten, was vor allem an der weit nach vorne gemischten Stimme liegt, doch wird dabei immerhin erkennbar, dass die Qualität der Songs mehr als in Ordnung geht. Der Titelsong und das formidable „Nameless“ gehen ohne Umwege nach vorne und obwohl in den Strophen der übrigen Stücke der Schwung manchmal ein wenig verloren geht, wissen die Refrains stets zu überzeugen.

Dennoch würde man so manche Passage gerne mal mit ein wenig mehr Schmackes hören, ungefähr so wie im knallharten Bonustrack, der von bemerkenswert professioneller Machart ist. Schließlich handelt es sich hierbei um ein in Eigenregie erstelltes Werk, dem man sowohl die ungezwungene Frische, als auch die leicht naive Unausgereiftheit anhört. Auch wenn also noch Raum für Verbesserungen besteht: Ihrem Motto, „ohne viel Klim Bimm, aber mit mächtig Ramba Zamba“ werden EUCE über weite Strecken durchaus gerecht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE - Weitere Rezensionen

Mehr zu ESCALATIONUNIT CHAOS ENGINE