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ESSENCE OF MIND - Watch Out EP

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Artist ESSENCE OF MIND
Title Watch Out EP
Homepage ESSENCE OF MIND
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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5.3/10 (3 Bewertungen)

Ja ja, die Geschmäcker sind verschieden, aber mir ist bis heute noch niemand untergekommen, den die Musik von ESSENCE OF MIND wirklich überzeugt hat und ich fürchte, dass sich dies mit der neuen EP „Watch Out“ auch nicht ändern wird, denn man ist meiner Meinung nach immer noch auf dem Weg in Richtung Bedeutungslosigkeit.

Grob gesehen haben es die Norweger darauf abgesehen, als härtere Variante von APOPTYGMA BERZERK in die Geschichte einzugehen, aber es fehlt ihnen für dieses Vorgehen einfach an Klasse. Die Mixtur aus hartem Elektro und bissigen Gitarrenriffs funktioniert in dieser Art und Weise einfach nicht, das haben die PSYCHOPOMPS, CYBER AXIS oder CUBANATE vor zig Jahren schon viel besser hingekriegt. Vielleicht liegt es an den einfachen, unbedeutenden Kompositionen, die in keinster Weise für Kreativität sprechen, jeder Song klingt gleich und die Gitarren begleiten die einfache gestrickten Elektrosongs völlig lieblos, lästig und verzichtbar. Selbst der Gesang, der an Andy LaPlegua und somit ICON OF COIL erinnert, kann es einfach nicht mehr retten, man ist richtig froh, wenn endlich die Remixe einsetzen, um etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen. Ab jetzt geht es nur noch elektronisch weiter und in dieser Kategorie kann man sich die Band eher vorstellen, aber auch die Spitzen Remixer wie NORTHBORNE, EX:ES oder INDUSTRIEGEBIETE können nicht mehr viel retten, wobei wenigstens der Northborne Mix anfangs noch eine Funken Hoffnung verbreitet, brachialer Sound verwandelt das Original „Watch Out“ in tanzflächen-kompatible Beweglichkeit. Auch der ELECTHIS Mix besticht durch ein wahrlich hohes Potenzial, eigentlich mein Lieblings Mix, aber schade, dass der mittelmäßige Charakter von „Nightmare“ nicht mehr zulässt. Bei den Industrial-Rave Tracks von EX:ES und INDUSTRIEGEBIETE werde ich nun richtig enttäuscht, von diesen Künstlern hätte ich viel mehr erwartet als blödes „Bumm Bumm“. Beim Rest der Bearbeitungen erspar ich mir den Kommentar, fast ein Wunder, dass ich bis zum letzten Stück durchgehalten habe, aber der Kantino Mix von „Nothing To Loose“ reißt es tatsächlich noch mal etwas heraus, wenigstens klingt dieser nach kreativem Weiberelektro und zeigt ein prima Gespür für wunderbare Melodien.

Trotzdem kann man diese EP auf keinen Fall empfehlen, wenn sich die Möglichkeit anbieten sollte, ladet den einen oder anderen Mix bei iTunes runter, aber wer sich tatsächlich diese CD kauft, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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