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ESTUAR - Felicium

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Artist ESTUAR
Title Felicium
Homepage ESTUAR
Label POPUP RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Also Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Eigenwilliges Coverartwork, eigenwilliger Sound. Es hat ein paar Anläufe gebraucht, um mit dem Indie-Pop von ESTUAR warm zu werden. 2003 als Trio in Hamburg gestartet, veröffentlichen sie nun als Quintett ihr Debüt „Felicium“. Neben Schlagzeug und Drums sind die Gitarren gleich doppelt besetzt, vors Mikro trauen sich sowohl beide Gitarristen wie Frontfrau und Keyboarderin Helena de Pablos.

Diese Konstellation lässt eine Menge Gesangsvarianten zu, was sich nach und nach für mich als ebenso charmant wie stilprägend entpuppt. Mal im Duett, mal im Duell, mal halten sich die Herren dezent im Hintergrund, mal darf Frau de Pablos auch ganz alleine ran und neben den hauptsächlich englischen Titeln, gibt sie auch einen französischen sowie einige Fetzen Spanisch zum Besten. Ein weiteres Charakteristikum ist die große Bandbreite der Instrumente, denn neben der klassischen Besetzung wird auch mal zu Violine, Flöte, Klarinette, Mundharmonika oder Akkordeon gegriffen. Dominierend und äußerst versiert präsentiert sich jedoch das Gitarrenspiel. Meist sanft perlend, bereitet es stets den passenden Klangteppich unter die 12 gebotenen Titel. Diese zu rubrizieren ist jedoch gar nicht so einfach. Von Balkan-Folk bis zu Chanson, von Wüstenstaub bis zur Kellerbar, mal entrückt, mal lasziv, mal verspielt wird der Fantasie so manches Spielfeld geboten. Ein wenig verschroben und dissonant gehen ESUTAR auf jeden Fall ihren Weg abseits ausgetrampelter Pfade.

„Felicium“ ist eigentlich ein Antidepressivum. Man benötigt einige Dosen bis sich die volle Wirkung entfaltet. Vielleicht sollte man das vorher wissen. Denn mit diesem Album könnte es einem genauso ergehen.

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