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EUROPE - Last Look at Eden

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Artist EUROPE
Title Last Look at Eden
Homepage EUROPE
Label EAR MUSIC
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Vor einigen Wochen erfreuten uns EUROPE mit ihrer neuen EP und damit einem ersten Vorgriff auf das neue Studiowerk. Ich persönlich war von diesem Lebenszeichen sehr angetan und hoffte 30 Jahre nach Bandgründung auf ein Album, das sich nicht am einstigen Mainstream-Efolg „Final Countdown“ orientiert. Schließlich kann die Band um Herrn Tempest doch viel mehr!

Und was soll ich sagen – meine Hoffnungen haben sich erfüllt. Wer bereits die EP mochte, wird nun vollends begeistert sein. Den Einstieg geben das bekannte „Prelude“ sowie der kernige Rocker und Namensgeber „Last Look at Eden“. „Gonna get ready“ kommt anschließend mit markigen Riffs daher und bleibt sofort im Ohr hängen. Vor allem der Refrain lädt zum Mitsingen ein und lässt Stimmung aufkommen. Dezente Orgeleinspielungen runden das Stück ab. Was folgt ist das beinahe bluesige „Catch the plane“, dieses sollte sich wohl auch in die Herzen der Anhänger von Bands wie CROSSROAD JAM spielen. Die Quotenballade darf natürlich auf so einem Release nicht fehlen (Pathos muss sein): „New Love In Town“ – mit Piano, Orchester und Herzschmerz in der Lyrik bietet dieser Song alles, was ein radiokompatibler Track braucht. Und selbst hier kommt die Gitarre nicht zu kurz. Ein tolles Solo wertet diese Komposition final noch einmal auf. Was nun noch folgt, sind krachende Rocknummern, Bluesanleihen und Soli, die jedes Rockherz höher schlagen lassen. Sei es das flotte „The Beast“, das klischeegeladene „No Stone unturned“ oder ein mit wildem Solo protzendes „Run with the Animals“ – hier wird für jeden Geschmack etwas geboten. Als Abschluss gibt sich die Killer-Gitarrenballade „In my time“ die Ehre. Hier trieft noch einmal das Klischee der 80er aus den Boxen – doch ich kann und werde das der Band nicht verübeln – denn dafür ist der Song viel zu gut. Dabei kommt natürlich auch der Sound nicht zu kurz. Die Orgeln klingen so, wie man sie erwartet (auch wenn sie einen Touch von URIAH HEEP haben), das Schlagzeug kracht und die Stimme von Herrn Tempest hört sich an, als ob sie die letzten Jahre nicht gealtert wäre.

So kann ich nur jedem Fan der Band raten, sich einen Höreindruck zu verschaffen. Die Herren rocken, als ob es kein Morgen gäbe. Kernig und geradlinig marschieren sie durch das Album und lassen keine Wünsche offen – Klischees vergangener Epochen inklusive. Und (für meinen Geschmack) – zum Glück kein neues „Final Countdown“ – warum sollte man sich auch auf einstigen Erfolgen ausruhen, wenn man so viel Neues zu bieten hat.

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