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EVERYTHING BURNS - Home

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Artist EVERYTHING BURNS
Title Home
Homepage EVERYTHING BURNS
Label RISING RECORDS
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Wenn eine Band genau in die Kerbe zwischen Fanmagneten wie BULLET FOR MY VALENTINE, SILVERSTEIN oder BOYSETSFIRE schlägt, hat sie automatisch schon gewonnen… oder? Vor zwei Jahren haben sich fünf junge Briten wohl genau das gedacht, als sie sich zu EVERYTHING BURNS zusammen schlossen und bereits jetzt ihren ersten Langspieler „Home“ präsentieren.

Dass der Titel nicht mal eben so gewählt ist, fällt schon sehr schnell auf, denn das Quintett scheint sich bei seinem Tun durchaus heimisch zu fühlen. Eingängige Rhythmen, griffige Hooks und Mitsing-Refrains bekommt man hier zu Hauf serviert und das auf eine auch technisch saubere Art und Weise. Man verbindet klassische Emo-/ Screamo-Elemente mit modernen Metal-Grundprinzipien und balanciert dabei geschickt zwischen gefühlvoll-schmachtend und kräftig-schmetternd. So poltert beispielsweise der Opener „Scars“ in feinster Metalcore-Manier los, doch statt der zu erwartenden Shouts ertönt die sanfte Reibestimme von Vokalist Tim Kellow zuckersüß und gefühlvoll mit einem Hauch der Wärme, wie man sie von seinen italienischen Sängerkollegen des Genres kennt. Mit dieser Mischung komponierte man einige clubtaugliche Tanzflächenfüller unter den elf Klangwerken zusammen, wie den den Titelsong mit seinen netten Twinleads oder das deftigere „I’die“: Mit bösem Shout geht es rein in den emotionalen Drive, den man dann mit den souveränen Schreigesang-Parts ablöst. Das sich dann doch recht ähnelnde Grundprinzip kippt man jeweils mit träumerischen Momenten in die eine oder mit Moshpit-Futter in die andere Richtung, was an sich ganz ordentlich funktioniert. EVERYTHING BURNS scheinen allerdings eher ein Händchen für die „gute“ Seite der Macht zu haben, da die liebliche Umsetzung des Liedgutes deutlich besser funktioniert als bei der „bösen“. Bei dieser verpuffen die gelegentlichen Breakdown-Ansätze nämlich leider viel zu oft; man bekommt es zwar zum glimmen, doch richtig zünden will es einfach nicht – und so springt der Funke leider auch nicht über. Auch wenn man bei „Beautiful Disaster“ fast schon einen FEAR FACTORY mäßigen Start anstrebt, gefallen sich die Briten dann doch lieber in melodischen Hooks und herzlichem Gesang. Solange dabei allerdings Kompositionen wie „Burden Of Being A Hero“ bei herum kommen, ist das allerdings absolut zu verschmerzen. Mit leicht an EXPOSED TO NOISE erinnernden Gitarren besticht die Nummer durch tollen Groove und einer starken Gesangsleistung von Tim Kellow, welcher ab und an ein ähnliches Timbre wie der großartige Nathan Gray anschlägt.

Somit erschaffen EVERYTHING BURNS mit „Home“ 46.5 Minuten puren Breitwand-Metal und begeben sich damit auf den selben Pfad wie z.B. die Kollegen von KENAI. Nahezu jedes Stück ein Kandidat für die entspechenden Tanztempel dieser Welt und auch für sich genommen ein vorzeigbares Erstlingswerk, das in der Gesamtheit allerdings noch nicht so ganz weiß, wo es hin möchte. Ausbrüche in härtere Gefilde werden des öfteren zu Beginn eines Songs angedeutet, doch schnell findet man sich dann wieder im gewohnt sichterem Schema wieder. Im Ansatz ist also Abwechslung geboten, der Kern allerdings bleibt oft gleich. Fans von den genannanten Formationen allerdings werden an diesem allerdings mit Sicherheit gefallen finden können und wenn EVERYTHING BURNS ihre vielversprechenden Ansätze weiter ausbauen, dürfte es auch schnell schmackhafter werden. Also besser jetzt schon mal kosten.

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