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EXTOL - Synergy

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Artist EXTOL
Title Synergy
Homepage EXTOL
Label Century Media Records
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Bereits der Vorgänger „Undeceived“ stellte eine große Steigerung und einen damit verbundenen Karriereschub in der seit 1994 bestehenden Bandgeschichte von EXTOL dar. Zumindest wurde das Album nachträglich von Century Media lizensiert und führte außerdem zu einem weitergehenden Plattendeal mit dem Dortmunder Label.
Als erstes Produkt dieser Zusammenarbeit liegt nun das Langeisen „Synergy“ vor, dem nach zwei MCDs und einer weiteren Full-Length neben eben „Undeceived“ mittlerweile insgesamt 5. Output der Norweger.

Auf diesem beweist die Combo um das Brüderpaar Peter und Christer Espevoll, dass sie weiterhin nicht bereit ist, sich auf ausgelatschten Pfaden der Metallandschaft zu bewegen, sondern vielmehr auch neue Wege zu beschreiten. Es geht daher ebenso progressiv und eigenständig wie bisher zur Sache, allerdings wurde die bislang ausgeprägtere Death Metal-Basis zugunsten der ebenfalls schon angeklungenen Thrash-Gunst deutlich verringert. Im Endergebnis ist das Material also im Bereich Progressive Thrash gut aufgehoben, wobei aber Einflüsse vom Death Metal bis hin zu Hardcore verarbeitet werden.

Die Vocals orientieren sich dementsprechend auch weniger am klassischen Death Metal-Shouting, sondern werden mit einer brutalen Neo-Thrash-Stimme vorgetragen. Daneben steuert Mitstreiter Ole Borud zusätzlich immer wieder klare Gesangslinien bei. Trotz der teils relativ komplexen Strukturen, die auf hohem technischen Niveau umgesetzt werden, verlangt die Musik dem Hörer nicht zuviel ab und lässt sich gut nachvollziehen. Ein Grund hierfür ist vielleicht auch, dass die Stücke diesmal wesentlich kürzer gehalten sind und sich bis auf eine Ausnahme bei etwa 3-4 Minuten einpendeln. Natürlich bedarf es einiger Durchläufe, aber dann wird man feststellen, dass sowohl Brutalität als auch Melodiösität nicht verlorengegangen sind. Aus dem Sound verschwunden ist aber das zuvor partiell eingesetzte Streichinstrument.

Die gute Produktion des Albums erfolgte in Oslo zusammen mit Borge Finstad, der auch schon mit den Labelkollegen von Borknagar und Solefald sowie mit Mayhem gearbeitet hat. Sehr zu gefallen weiß im übrigen das Coverartwork, wofür sich Hugh Syme (u.a. Megadeth, Aerosmith, Rush) verantwortlich zeichnet. Thrash-Anhänger vor allem Richtung Darkane und Soilwork sollten hier genauso wie Fans von Avantgarde-Kapellen der Marke Solefald oder Lengsel also mal ihre Ohren offen halten.

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