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EXTRABREIT - Frieden

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Artist EXTRABREIT
Title Frieden
Homepage EXTRABREIT
Label ULFTONE MUSIC
Veröffentlichung ..
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Ich bin ja ein Kind der 80er und damit meine ich nicht mein Geburtsjahr, sondern meine Sturm- und Drangzeit, die nun mal mit der NDW zusammenfiel. Erster Sangria-Schwipps, zart aufkeimendes Interesse am anderen Geschlecht und auf jeder Party lief „Hurra, hurra die Schule brennt“. Später dann „Flieger“, das ja heute auf keinem Fetenhits-Sampler mehr fehlen darf.

Die Jungs, die nach ihrem (anscheinend verfrühten) Abschied 1998 seit zwei Jahren aus Spaß am Rock `n` Roll wieder zusammen musizieren, geben bald ihr 1.000 Konzert (und das 25 Jahre nach dem mittlerweile Platin-gekrönten Debüt). Frisch im Gepäck ihre neue CD „Frieden“ und um hier keine Schlager-Glückseligkeit aufkommen zu lassen, bekommt man per Cover gleich die Pistole auf die Brust gedrückt – Message understood? Neben dem Kern der Breiten Kai Havaii (Gesang), Stefan Kleinkrieg (Gitarre) und Rolf Möller (Schlagzeug) sind nun auch Bubi Hönig (Gitarre) und der fast 20 Jahre jüngeren Lars Larsson (Bass) dabei.

Inhaltsschwanger beginnt die Scheibe mit „Neues Spiel, neues Glück“, was dann auch die erste Single sein wird. Klingt irgendwie ein bisschen nach WESTERNHAGEN, als er noch nicht sein einziger Fan war (ebenso „Die Multis und der Staat“). Bei „Nr. 17“ will ich im Refrain nach dem „Hey, hey … hier kommt Alex“ weitergrölen…ups. „Männer ohne Gleichen“ vereint eine Menge Ruhrgebiets-Lokalkolorit und wird bei der Freibadparty in Essen-Dellwig bestimmt super abgehen. „(K)ein Traum“ und „Die Zeit…“ fallen musikalisch wie textlich im positiven Sinne aus der Reihe. Hier kann man besser zuhören als mitgrölen. „Dieses, das und jenes“ ist was Kuscheliges und wenn Kai noch ein bisschen mehr näseln würde, könnt er auch Udo heißen. Der Rausschmeißer „All die goldenen Jungs“ ist eine Ode an alle tollen Kerle, die viel zu früh von uns gegangen sind. Der Rest klingt punkig-poppig, bisweilen ein wenig härter und manchmal nach NDW, die Texte zwischen Ironie und Sozialkritik, der Sound irgendwie schräbbelig, und alles in allem überwiegt der Mitgrölfaktor – extrabreit eben. Jungs, die gerne mal mit ihren Kumpels, ein paar Six-Packs und `nem Tankstellengrill ans Baggerloch fahren, finden hier genügend Futter. Und Kai ruft ihnen dann hinterher: „Macht kein Scheiß – macht Frieden“ – Joh, ey, geht in Ordnung!

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