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EZRA FURMAN - The Year of No Returning

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Artist EZRA FURMAN
Title The Year of No Returning
Homepage EZRA FURMAN
Label SCHOENWETTER SCHALLPLATTEN
Leserbewertung
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6.2/10 (5 Bewertungen)

EZRA FURMAN kommt aus Chicago und hat zusammen mit seiner Kapelle THE HARPOONS bereits drei Platten veröffentlicht. Von den drei Mitstreitern ist bei „The Year of No Returning“ keine Rede mehr und wir können nur hoffen, dass er sich die blutige Nase auf dem Albumcover nicht im Streit mit seinen Bandkollegen geholt hat. Offensichtlich ist er jetzt auf Solopfaden unterwegs und besuchte unlängst als NADA-SURF-Support bundesdeutsche Konzertbühnen.

Ich gehe ganz entschieden davon aus, dass es bei dieser Gelegenheit auch den Opener „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ zu hören gab, denn die Americana-Nummer ist ganz klar der stärkste Song des Longplayers. Das soll nun allerdings nicht heißen, dass der Mann mit der ausdrucksstarken, ein wenig androgynen Stimme sein Pulver an dieser Stelle auch schon verschossen hat. Vielmehr verlegt sich das anschließende „American Soil“ auf krachenden Rock, bevor „Lay In The Sun“ leise Töne anschlägt, die sich auch im Piano-Stück „Sinking Slow“ wiederfinden. Dank „That’s When It Hit Me“ nimmt Ezra wieder Fahrt auf und lässt die elektrische Gitarre auf das Feinste jaulen, ehe das reduzierte „Down“ erneut einen Gang zurück schaltet. Mitsamt Mundharmonika nimmt „Cruel, Cruel World“ Anlauf zum aufgeräumten Sing-Along, doch eine gewisse Schwermut lässt Herrn Furman einfach nicht los und entlädt sich in bester Singer-/Songwriter-Manier in „Are You Gonna Break My Heart?“, um die melancholische Streicheleinheit mit dem Geklimper von „Bad Man“ und Ezras rauen Vocals emotionsgeladen zu beenden. Bleibt noch das finale „Queen of Hearts“, das rhythmusbetont und mit dezentem Saxofon in Erinnerung bleibt.

EZRA FURMAN beweist mit seinem Solo-Debüt Abwechslungsreichtum und entführt seine Zuhörer auf eine Art Road-Trip durch das musikalische Amerika. Da gibt es mit Klarinetten veredelten Americana ebenso zu hören wie erdigen Rock. Sixties-Sounds verbrüdern sich mit Folk-Melodien und auch für stille Songwriter-Momente bleibt Raum und Gelegenheit.

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