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FABIAN ANDERHUB - Make The Change

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Artist FABIAN ANDERHUB
Title Make The Change
Homepage FABIAN ANDERHUB
Label ROCK THE EARTH
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Ich erinnere mich noch dunkel an das letzte Werk des Wahlkanadiers. Weniger wegen der dargebrachten Musik, mehr wegen des Titels („It’s a blues thing“). Damals hoffte ich auf ein Werk mit eigenen Stücken von Herrn ANDERHUB, da mich die nachgespielten Songs nicht wirklich ansprachen. Zugegeben, sich als quasi Neuling im Genre an Größen wie MUDDY WATERS und Co zu versuchen… das ist zum Scheitern verurteilt. Nun liegt aber eine neue CD vor, auf der die „gewünschten“ Kompositionen zu finden sind.

Und um es vorweg zu nehmen: Der Herr hat sich gesteigert. Denn gleich der Einstieg mit dem Namensgeber der Platte rockt locker voran. Es ist radiotauglicher Rock, aber mit Stil. Auch das folgende „Love is a healing“ ist, abgesehen vom Kitschfaktor der Lyrik, recht gut gelungen. Poprock, der keinem wehtut. Was mich aber dann aufhorchen lässt, ist „End of me“. Ein schmutziger Gitarrensound und vor allem auch ein rauerer Vortrag am Mikro heben das Stück etwas heraus. Schöne Hooks an der Klampfe und eine eingängige Melodie, das ist doch mal was. Und auch das nun folgende „Kokanee“ spielt außerhalb des bekannten Einheitsbreis. Banjosound und leichte Folkeinflüsse sorgen für ein Grinsen auf meinem Gesicht. Und dass es auch härter geht, beweist Herr Anderhub bei „Annabelle“. Dieses Stück hat etwas an sich, was mich an Straßenrock erinnert. Ein wirkliches Highlight dieser CD folgt aber in Form der Ballade „Waiting for me“. Ein Vorzeigeblueser, der zeigt, was der Musiker eigentlich so alles kann. So soll es sein! Überhaupt steigert sich das Album jetzt von Song zu Song. „The Train“ kokettiert mit alten BON JOVI, „Up in smoke“ rockt simpel und geradlinig und im „Palace of the king“ beweist der Saiten-Hexer noch einmal, wie gut er die E-Axt beherrscht. Und auch der Sound ist akzeptabel, hebt sich aber nicht wirklich ab.

Zum Schluss kann ich festhalten, dass mir ganz subjektiv dieses Album besser gefällt als der Vorgänger. FABIAN ANDERHUB sucht sich seine eigene Nische ohne Genrevorgaben und Grenzen. Er mischt munter Popelemente, Rock, Blues und sogar etwas Folk. Das macht das neue Werk interessanter. Es ist jetzt kein reiner Blues mehr, aber es klingt ehrlicher als der Vorgänger. Für meinen Geschmack ist es teilweise etwas zu „radiokompatibel“ geraten… aber das soll es an Kritik gewesen sein. Weiter so, Herr ANDERHUB!

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