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FACELIFT - The Falling Trees

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Artist FACELIFT
Title The Falling Trees
Homepage FACELIFT
Label PATE RECORDS
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FACELIFT sidn Andrea Orso-Hödl (Gesang & Bass), Clemens Berger (Gitarre & Gesang) und Norbert Wallner. Zuhause ist das Trio in Graz und „The Falling Trees“ ist das sechste Studioalbum, der seit nunmehr 20 Jahren agierenden Indie-Gitarren-Pop-Combo, die im Laufe der Jahre 1.000 Live-Gigs gespielt hat.

Während dieser Zeit sind mir FACELIFT nie untergekommen, was jetzt aber auch nur bedingt zu bedauern wäre, weil die Ösis zumindest mit ihrer aktuellen Konservenkost nicht wirklich Bahnbrechendes zu bieten haben. Vielmehr serviert der Dreier soliden Alternative-Rock, der außer Frage lässt, dass die Dame und die beiden Herren an ihrer Seite ihr Handwerk verstehen, aber wenig überraschend warte ich vergeblich auf den Aha-Effekt, der mich aufhorchen lässt. So plätschern die ersten Tracks „A Little Disappointment“, „This Is For Always“ und „We Are As One And One Is All We Are“ auch recht unspektakulär durch die Gehörgänge. Alles ganz nett, aber ebenso wie „Jump” und „You Better Run” vergleichsweise austauschbar. „Tonight“ bringt dann immerhin noch einen Groove mit, der in den Füßen kitzelt, was im Zweifel aber auch daran liegt, dass mich die Nummer an den Soundtrack zum Film „Bandits“ erinnert, der mir vor nunmehr auch schon 18 Jahren viel Vergnügen bereitet hat. Derweil drängt der Titelsong „Falling Trees“ nach vorn und überrascht „She“ mit erstmals männlichen Vocals. „True Lovers“ kommt wenig später etwas verspielter als seine Vorgänger daher, bevor „To Be With You“ es auf der Zielgeraden noch mal krachen lässt.

Bitte nicht falsch verstehen: „The Falling Trees“ ist keineswegs eine schlechte Platte, nur fehlt es mir ein wenig an den frischen Ideen, den Haken und Ösen. Mit ihrer Musik können FACELIFT mit Sicherheit jedes Stadtfest unterhalten und schaffen es auch, bei ihrem frühen Nachmittags-Slot auf einem Festival den einen oder anderen zum Tanzen zu bringen, mich holen sie mit ihrem Sound eher nicht hinterm Ofen hervor. Das ist halt gelegentlich auch das Problem mit einem Facelifting: Manchmal geht dabei was von der eigenen Persönlichkeit, dem eigenen Gesicht verloren und davon vermisse ich auch auf diesem Longplayer ein wenig.

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