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FAIRYLAND - The Fall Of An Empire

VN:F [1.9.22_1171]
Artist FAIRYLAND
Title The Fall Of An Empire
Homepage FAIRYLAND
Label NAPALM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (2 Bewertungen)

Einige blutverschmierte, leicht zerfressene Gesellen, ein Krieger mit stählerner Axt und eine offenherzig bekleidete Kämpferin mit hoch erhobenem Schwert – so sieht das Artwork der mir vorliegenden Scheibe von FAIRYLAND aus. Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, es könnte sich wohl um Fantasy Metal handeln, was mich hier erwartet. Schließlich machen die Franzosen seit ihrer Bandgründung 1998 ja auch nichts anderes. Schon ihr erstes Demo zeigte, wohin sie wollen und man betitelte das Werk schlicht (?!) mit „Tribute to Universe“. Mit ihrem ersten offiziellen Longplayer kam auch die erste Tour, welche sie 2003 als Vorband von SONATA ARCTICA bestreiten durften. Nun, 3 Jahre später, meldet sich die Band wieder zu Wort, mit festem Label und einem neuen Longplayer.

Und wenn ich so den ersten Höreindruck wirken lasse, ist man die letzten Jahre nicht untätig gewesen. Man hat an einprägsamen Riffs gearbeitet, an Mitsingtexten und an vielerlei genretypischen, synthetisch-orchestralen Arrangements. Die Musik bewegt sich im mittleren Geschwindigkeitssegment und ist somit entspannender zu hören als einige Genrekollegen, die meinen, immer wieder einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen zu wollen. So setzt sich nach mehrmaligem Hören die eine oder andere Melodie im Ohr fest. Auch singt Maxime Leclercq nur in Höhen, die seine Stimme auch bewältigen kann. Dazu kommt Lyrik, die Fantasy-Romanen entsprungen sein könnte und eine lockere überzeugende Arbeit an den Instrumenten. Häufig werden Keyboards eingesetzt, Geschwindigkeitswechsel sorgen für etwas Abwechslung und der eine oder andere ruhige Song lädt zum Träumen ein, so z.B. „Look into lost years“. Das hört sich ja alles gar nicht schlecht an, oder? Es ist definitiv ein angenehmes, kurzweiliges Stück Musik – nur leider eines, welches es in diesem Genre zuhauf gibt. So süß die Melodien auch sein mögen, bieten sie dennoch nichts wirklich Aufregendes. Wenn ich die letzten Veröffentlichungen von BLIND GUARDIAN nehmen würde, könnte ich wohl jedem Stück dieser Scheibe ein Pendant zuweisen – alternativ ginge es bestimmt auch mit RHAPSODY oder eben SONATA ARCTICA.

Leider kann ich zu dieser Veröffentlichung nichts anderes sagen. Sie geht für mich im Meer der unzähligen ähnlichen Scheiben unter, so ansprechend der Klang und das Material auch sein mögen. Fans des Fantasy Metals werden hier ihre Freude haben, allerdings wird dieses Release niemand von der Art der Musik überzeugen, der sie vorher auch nicht mochte.

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