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FALCONER - Among Beggars and Thieves

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Artist FALCONER
Title Among Beggars and Thieves
Homepage FALCONER
Label METAL BLADE
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Es gibt Releases, auf die freut man sich mehr als auf andere. Bands, die einen über die Jahre begleitet haben, sind immer ein subjektiver Lichtblick und lassen den Fan ungeduldig auf das Päckchen mit der CD warten. So ging es mir auch, als ich die neue CD von FALCONER bekommen sollte. Auch wenn die Band schon gut 9 Jahre auf dem musikalischen Buckel hat, kenne ich sie doch zumindest seit 2003 („Sceptre of Deception“) und war immer sehr angetan vom melodischen Metal zwischen Kitsch und Kult. Und genau dieser Spagat machte die Band für mich aus.

Leider glückt so ein Spagat nicht immer. Denn gleich der Opener von „Among Beggars…“ beweist einen eindeutig zu tiefen Griff in die Kitschkiste. Hymnische Melodien, die wohl auf jedem 80er Werk schon vorhanden waren, erfreuen nur bedingt mein Ohr. Aber „ein Song ist kein Song“ denke ich mir und höre weiter. „Man of the hour“ beweist etwas mehr Biss, allerdings könnte der Text beinahe aus der Feder MANOWARs stammen. Der Minnesang in „A Beggar Hero“ schlägt aber dann dem sprichwörtlichen Fass den Boden aus. Unzählige Mittelalter-Bands fabrizieren solche Stücke, und das für meinen Geschmack gefühlvoller. For allem das Ausblenden des Titels verdirbt das Stück für meinen Geschmack vollends. So könnte ich nun über jeden Song schreiben, „Vargaskall“ beweist mit aggressiven treibenden Rhythmen etwas mehr Kraft, während z.B. „Pale Light Of Silver Moon“ wieder so typisch typisch ist. Dabei ist die handwerkliche Darbietung soweit gelungen. Die Riffs sitzen, die Instrumente klingen so, wie sie klingen sollen – aber das war’s leider auch. Alles was hier zu hören ist, kennt man schon zig Mal von unzähligen anderen Kapellen. Allein das Riffing erinnert mich an die seligen Zeiten zu Anfang von HELLOWEEN. Die Parts mit Klassik und Mittelalterflair wirken dabei oft deplatziert und zerstören zuweilen die druckvolleren Metal-Attacken. Da reißt auch die wirklich gute Produktion nichts mehr raus.

Final kann ich leider nur sagen, dass ich ganz persönlich ziemlich enttäuscht bin. Klar, die Band versteht ihr Handwerk, aber leider rutscht man viel zu tief in belangloses Geträller zu einfachen Standard-Melodien ab. So sei von meiner Seite allen Hardcore-Anhängern dieser Band geraten, genauestens Probe zu hören. Der Rest sollte einfach ganz die Finger davon lassen.

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