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FAMILY OF THE YEAR - s/t

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Artist FAMILY OF THE YEAR
Title s/t
Homepage FAMILY OF THE YEAR
Label UNIVERSAL
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2013 war „Hero“ 35 Wochen in den deutschen Single-Charts und bescherte FAMILY OF THE YEAR einen Doppel-Platin-Hit. Seitdem sind die Brüder Sebastian (Schlagzeug) und Joe (Gesang) Keefe und Christina Schroeter (Keys) sowie Gitarrist James Buckey keine Unbekannten mehr und auch das dazugehörige Album „Loma Vista“ verkaufte sich prächtig. Jetzt gibt es mit dem selbstbetitelten dritten Silberling der 2009 gegründeten Band entspannten Nachschlag, der perfekt zum ausklingenden Sommer passt.

Gleich der Opener, die aktuelle Single „Make You Mine“ erzählt mit entspannten Hand-Clap-Sounds von Sommerflirts, die die kalten Wintermonate an der amerikanischen Ostküste vergessen machten, ehe „Facepaint“ mit treibenden Drums nachdenkliche Midtempo-Klänge anschlägt und „Carry Me“ akustisch-folkloristisches Fingerpicking und sanften Gesang verbindet. Doch der Song kennt auch verzerrte Rockgitarren und weiß beides gekonnt zu verbinden. Mit dem stampfenden „We Need Love“ wenden sich FOTY eingängigem Indie-Power-Pop zu, um mit „May I Miss You“ abermals mehrstimmige Akustik-Wohligkeit zu verbreiten, die langsam Tempo aufnimmt, die Füße zum Wippen bringt und sich in den Gehörgängen festsetzt. Auf diese Art Musik versteht sich der Vierer einfach und deshalb schließen sich auch „Give A Little“ und „Blue Jean Girl“ im besten Sinne gefällig an. „Dead Poets“ mögen es etwas leiser und zurückhaltender und wenn bei den Kaliforniern „The Dance“ auf dem Programm steht, dann bleibt das Ganze doch eher in einem gemütlichen Walzer-Modus. Am Schluss steht mit „Hey Kid“ noch einmal ein echter Seelen-Wärmer auf dem Programm – bei diesem Sommer möglicherweise die beste Alternative zu den sehr raren Sonnenstrahlen.

Entstanden ist das Album übrigens in Berlin-Kreuzberg, auch wenn FAMILY OF THE YEAR mit der Platte die Kindheit der Gebrüder Keefe auf Martha’s Vineyard und die fest verwobene Gemeinschaft in Los Angeles thematisieren. Auch eine Form von Globalisierung und mir vermutlich die liebste.

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