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FAUN - Eden

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Artist FAUN
Title Eden
Homepage FAUN
Label SCREAMING BANSHEE RECORDS/ ALIVE
Leserbewertung
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7.7/10 (13 Bewertungen)

Einige Jahre haben FAUN an diesem Album gearbeitet, um es als „vollkommen“ auf den Markt zu bringen. Was nicht heißt, dass sie zwischendurch nicht doch das eine oder andere Werk für ihre Fans produziert hätten. Aber die Musikerinnen und Musiker um Oliver S. Tyr nehmen sich Themen an, die sie in jeweils einer Veröffentlichung bündeln. Sie bringen nicht genau dann eine Scheibe heraus, wenn 12 Stücke komponiert worden sind. Deshalb ist auch das vorliegende Werk ein Konzeptalbum. Alle Lieder ranken sich um die Mythen und Sagen von Eden, dem Paradies, das es anscheinend in den verschiedensten Landstrichen der Erde gegeben hat, dem sagenumwobenen Atlantis gleich.

Natürlich fehlen auf dem Silberling, der mit einem 70-seitigen Booklet daherkommt, nicht die melancholischen Balladen, die zum Träumen einladen. Dennoch ist die Scheibe eher etwas zum Tanzen. Viele Lieder animieren zur Bewegung, geben einen schnellen Takt vor und lassen den Körper schwingen. Dabei wird der Bogen von keltischen („Adam Lay Ybounden“ , „The Market Song ”) über nordische („Oyneng Yar“, „Arcadia“) bis hin zu orientalischen (“Hymn To Pan”, „Pearl“) Klängen gespannt. Ebenso wird bei den Faunen, die auch im internationalen Vergleich bereits zu Ausnahmemusikern gereift sind, nicht mit Gastauftritten diverser Kollegen gespart. So wird der Background beim Opener („Lvpercalia“) von den britischen MEDIAEVAL BAEBES gesungen. Trotz des oft sanft und entsprechend „schön“ anmutenden Gesangs scheuen die Faune nicht davor zurück, ihr musikalisches Können auch Instrumental pur einzuspielen, wie beim von der Flöte dominierten „The Butterfly“, „Polska Från Larsson“ oder auch „Ynis Avalach“. Die “Hymn To Pan” bezieht ihren mystischen Hauch aus den leicht orientalisch wirkenden Instrumenten, unter ihnen neun Marimbas. Aber auch der geheimnisvoll sanfte Gesang von Fiona, Rairda und Oliver S. Tyr lässt die Hymne während ihrer mehr als sechs Minuten zu einem absoluten Ohrenschaus werden. Mit „Pearl“ bewegen sich die Faune orientalisch auf LOREENA MCKENNITT und dem bunten Markttreiben in Bagdad und Marakesh zu. Nahezu bedrohlich nähern sich die Trommeln bei dem nordischen Tanzlied „Oyneng Yar“ dem Ohr. „Alba“ erzählt mit einer wunderschöne Melodie eine ebenso schöne Geschichte, deren Klangteppich unvergesslich bleibt. Mit Vogelgezwitscher, Hahnenschrei und Mädchenlachen zieht schliesslich „Golden Apples“ den Hörer in seine traumhafte Szenerie.

Ein außerordentlich tanzbares Album, bei dem kaum ein Song unter fünf Minuten Dauer fällt, das definitiv gut ins Ohr geht und das über die Gesamtlänge von über 72 Minuten für beste Stimmung sorgt.

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