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FAUST AGAIN - Hope against hope

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Artist FAUST AGAIN
Title Hope against hope
Homepage FAUST AGAIN
Label CIRCULATION RECORDS
Leserbewertung
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7.3/10 (3 Bewertungen)

Wenn dann und wann schon mal ein Auto nach Polen verschwindet, sind wir doch irgendwie froh, dass wir auch mal etwas zurückbekommen. Und dies ist bei der neuen FAUST AGAIN Scheibe der Fall. Frisch aus dem Osten direkt in meine Hände. Und das ist genau richtig so! Zur Zeit schießen ja Metalcore-Bands aus dem Boden wie Vögel mit Schnupfen vom Himmel fallen, aber FAUST AGAIN sind mit dieser fetten Scheibe auf keinen Fall überflüssig.

Auch wenn sie beim Opener „To dwell on thoughs of you“ mit einem seltsamen Rhythmus beginnen, lässt das brutale Gewitter nicht lange auf sich warten. Purer Mosh und Groove wechseln sich ab, und Shouter Marcin kreischt und schreit, als ob er direkt in einem Minenfeld stehen würde und lauter als die Explosionen sein müsste. Und zur Abwechslung wechseln auch hier die Jungs in der Mitte des Openers in komplett anderes Riffing. Es kommt eine gehörige Portion „Schweden-Tod“ dazu, und der Cleangesang könnte auch fast von der BLIND GUARDIAN „Nightfall at Middleearth“ sein. Passt aber irgendwie fantastisch in den Song und sorgt für Gänsehaut. Bei „Something about us“ merkt man schon, dass HEAVEN SHALL BURN Produzent Patrick W. Engel seine Finger mit im Spiel hatte. Doch Trotz der manchmal durchklingenden Einflüsse behalten die Stücke ihre Eigenständigkeit, was besonders Shouter Marcins Verdienst ist, da er sich auch bei gelegentlichen Growls zu Hause zu fühlen scheint. Auch dass sie nie an Energie und Wucht verlieren, kann man nur positiv hervorheben. Selbst wenn die Gitarren oder die Drums hin und wieder groovig wirken, verlieren sie nie ihren „Mosh-Faktor“. Als kleine Schutzhütte vor dem Songgewitter wurde der Song „Dream of you is like a dream of a better day“ in der Mitte der Tracklist gebaut. Instrumental mit Akustikgitarren und Klavier atmosphärisch top. Im Auge des Hurrikans ist es halt ruhig. Aber es folgen weitere Metalcore-Granaten mit Songs wie „The unveilling of Killjoy“ oder „Frozen minds, aching hearts“ bestückt mit schönen Gitarrenläufen und Beatdowns.

Wie schon gesagt, aus der Masse muss man(n) sich gute Acts raussuchen, und für mich gehören FAUST AGAIN auf jeden Fall dazu. Die fette HSB lastige Produktion tut den Songs und dem Zuhörer gut. Die CD bleibt erstmal noch länger in meinem Player, warum ist sie nicht in deinem?

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