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FEAR OF FOURS - Never Heaven

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Artist FEAR OF FOURS
Title Never Heaven
Homepage FEAR OF FOURS
Label VALERY RECORDS
Leserbewertung
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6.2/10 (6 Bewertungen)

Italien besitzt eine gewisse Tradition, was hervorragende Prog-Rock Bands betrifft. Auch in jüngster Vergangenheit machen wieder vermehrt Formationen auf sich aufmerksam, interessantester Vertreter dürften FEAR OF FOURS sein. Mit ihrem Mix aus treibenden, progressiven Rockklängen, arabischer Exotik und temperamentvollem Flamenco würzen sie ihre gediegene Klangpizza. FEAR OF FOURS ist dabei keineswegs eine Newcomerband, neben Sänger Terence Holler sind auch die Instrumentalisten in Bands wie ARTHEMIS, MOTHERCARE oder WHITE SKULL aktiv gewesen. Ein interessantes Gespann, das mit „Never Heaven“ den ersten Longplayer vorlegt.

Der Opener „Craving for the light“ offenbart die Güte der Band bereits zur Gänze. Kreischende Riffs heizen die stampfende Drummaschinerie an, gegen welche Holler gesanglich sauber anstimmt und auch bei aggressiveren Shoutpassagen überzeugt. Nach drei Minuten geballtem Prog-Rock erhöhen Flamencoklänge den Adrenalin- und Aufmerksamkeitsspiegel. Dieser Abwechslungsreichtum bleibt auch den nachfolgenden neun Titeln anhaften. Das energische „Edge of Insanity“ feuert einen, etwas abgehört wirkenden, Powerriffcocktail durch die Boxen, bevor „Blind“ in düsterer Psychose weilt. Leider fehlt dem Album ein richtiger Ohrwurm, das progressiv melodische „Home“ gibt sich zu brav, das epochale „Carved ( pt2 )“ windet sich in der eigenen Unentschlossenheit. So bleibt der Albumtitel „Never Heaven“ leider bezeichnend und den Italienern größere Weihe verwehrt, selbst wenn man sich handwerklich so faszinierend wie bei „One of the things that have yet to come“ präsentiert und einen an allen Fronten kämpfenden Mann am Mikro hat.

Eindrucksvoll ist es schon, was da dynamisch, aggressiv und abwechslungsreich durch die Boxen hallt. Das ist nicht nur was für Progressive-Rock-Feinschmecker, am akustischen Set des Titeltracks findet jeder seinen Gefallen. Doch es fehlt ein wenig der Zauber – den der interessante Stilmix eigentlich bewirken sollte. Doch sind FEAR OF FOURS da noch etwas zu vorsichtig gewesen, beim nächsten mal darf’s ruhig ein wenig mehr von der curryscharfen Exotik sein.

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