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FELSKINN - Listen!

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Artist FELSKINN
Title Listen!
Homepage FELSKINN
Label MOTOR DIGITAL
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Sich nach einer Felsformation in den Walliser Alpen zu benennen, zeugt von einer gesunden Verbundenheit mit seiner Heimat. Musikalisch geben sich die Eidgenossen (und eine GenossIn am Bass) um Sänger Andy Portmann, der seit 15 Jahren eine eigene Gesangsschule betreibt und eine durchaus beachtliche Vita vorzuweisen hat, weltmännisch und bieten auf „Listen!“ ein Sammelsurium aus diversen Spielarten harter Musik. Ebenso neuen Wegen aufgeschlossen zeigt sich die Formation hinsichtlich der Verbreitung ihrer Musik. So gibt es die Songs hierzulande nur über Motor Digital vertrieben in den diversen Download-Shops wie ITunes oder Musicload. Die CD erschien in der Schweiz bereits im April dieses Jahres über Montaphon Records.

Tendenziell eher im traditionellen True Metal verortet, vor allen wegen der Gesangsarbeit Portmanns, gibt die Gitarrenarbeit der Musik jedoch eine Schlagseite zum etwas ausgelutschten Nu-Metal. So gibt es leider einige Male Gitarren-Riffs zu hören, die ihre Halbwertzeit schon längst überschritten haben. Jedoch rettet die mehr als professionelle Produktion, den einen oder anderen nicht ganz so zwingenden Song. Das hochwertige Mastering der CD, welches in New York bei Sterling Sound getätigt wurde, schadet dem Gesamteindruck natürlich auch nicht im Geringsten. Der Opener „Listen“ ist jedoch ein gelungener Vertreter des oben erwähnten Stil-Clashs. Hier treffen die druckvollen New-School Riffs in der Strophe auf Vocals der IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST Schule. Kann man machen. Beim nächsten Titel „Waking the Nation“ ist man sogar versucht zu sagen, dass es sich hier um einen besseren CLAWFINGER Track handelt. Die richtigen Highlights findet man aber bei Songs wie „Morning Light“ oder „Lost my head“, die mit ihrem POLICE artigen Vibe für gelungene Abwechslung sorgen. Hier fühlt sich Herr Portmann sichtlich am wohlsten, denn der Gesang kommt ungezwungen und gefühlvoll durch die Boxen. Davon hätte es gerne mehr sein können, denn hier kommt seine variable Stimme sehr gut zur Geltung. Später gesellen sich auch noch treibende Gitarrenriffs dazu und verleihen den Kompositionen auch noch härtere Facetten. Hier können FELSKINN wirklich mit einer gelungenen und nicht oft gehörten Mischung punkten. Auch der letzte Track „Crawling“ hat durchaus ein gewisses Hit-Potential. Leider stehen dem solch inspirationslosen Langeweile-Nummern wie „Stay“ oder „Call me anytime“ gegenüber, wo das altbackene Riffing mit theatralischen und arg gepressten Vocals untermalt wird. Solche langweiligen Crossover Hüpf-Tracks müssen im Jahre 2007 nun wirklich nicht mehr sein.

Die restlichen Stücke sind für aufgeschlossene Heavy-Rock Hörer sicherlich eine lohnenswerte Angelegenheit, mit einem Song wie „Later“ gibt es sogar auch noch eine „amtliche“ Ballade, wie es so schön im Jargon heißt. Obendrein holt die Rhythmus-Fraktion alles aus dem Songmaterial heraus, da gibt es nichts zu mäkeln. Wer sich von dieser recht eigenwilligen Mischung angesprochen fühlt sollte sich der Aufforderung der Band beugen und: Listen!

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