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FEN - The Malediction Fields

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Artist FEN
Title The Malediction Fields
Homepage FEN
Label CODE666
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Genres sind immer so eine Sache. Gerade wenn man „Folk Black Metal“ liest, malt man sich vor dem inneren Auge (Ohr) wohl einen Sound aus, der dazu passen könnte. Dass man dabei jedoch auch schwer auf dem Holzweg sein kann, steht außer Frage. Es kommt halt darauf an, welches der beiden Genres den größeren Schatten auf das Werk wirft. Wer nun FEN durch die „Ancient Sorrow“-EP von 2007 kennt, weiß, wovon ich rede.

Die Band tobt sich eindeutig im Black Metal aus und verfeinert ihren musikalischen Cocktail mit einem Hauch (Neo)Folk. Gleich das einleitende Stück beweist eindeutig, wie „schwarz“ die Briten sind. Schwere Gitarrenwände, fieser Gesang und das gehobene Tempo sprechen eindeutig für Schwarz Metal. Lediglich die leise Akustikgitarre und die ruhigeren Momente weisen einen folkigen Touch auf. Der 2. Titel fängt im Gegensatz zum Opener weitaus langsamer an und weiß durch seine düstere Atmosphäre zu gefallen. Die dezente Synthetik untermalt das Ganze dann noch ausdrucksvoll. Fiese Growls und vereinzelt eingestreute saubere Samples harmonieren dabei mit dem harschen Sound auf ganzer Line. Dabei kommt es immer wieder zu kleinen Lichtblicken. Sei es das marschierende Schlagzeug von „As buried spirits stir“ oder das langsame und unheilschwangere „The Warren“, welches zwar meilenweit weg von Folk oder Black Metal ist, aber dennoch „groß“ daher kommt. Dabei kommen die Kompositionen alle auf beachtliche Spielzeiten jenseits der 7 Minuten. Da bleibt viel Raum zum Experimentieren und Austoben. Als Manko muss man dieser Scheibe allerdings den Sound anrechnen. Das Schlagzeug scheppert mehr oder weniger klirrend und unpräzise daher. Auch fehlen Druck in der Produktion sowie die Präsenz der einzelnen Instrumente. Vielmehr klingt alles wie aus einem Guss und wenig diffizil.

Aber dennoch ist diese Veröffentlichung ein wirklich gutes Stück Metall. Sieht man von dem (dennoch nicht schlechten) Sound ab, liegt hier ein flottes, melodisches Werk vor, welches es schafft, die Einflüsse des Black Metal zu wahren und dabei dennoch „anders“ zu sein. Hier lohnt sich das Reinhören definitiv – und auf der Band-Page gibt es auch die passenden Hörbeispiele.

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