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FETTES BROT - Fettes/ Brot

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Artist FETTES BROT
Title Fettes/ Brot
Homepage FETTES BROT
Label FBS
Leserbewertung
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4.0/10 (3 Bewertungen)

Vor ziemlich genau zwei Jahren feierte das achte FETTES-BROT-Studioalbum „Strom und Drang“ Premiere. Wie es sich gehört, begaben sich Björn Beton, Dokter Renz und König Boris bald darauf auf eine ausgedehnte Tournee, die sie 2008 u.a. in die Color Line Arena nach Hamburg, in die Lingener Emslandhalle, in die Halle Münsterland, die Siegerlandhalle, die Scandlines Arena nach Rostock, in die Oldenburger Weser-Ems-Halle, nach Magdeburg, Offenbach und ins Pier 2 nach Bremen führte. Außerdem waren die Brote ein Jahr später beim Hurricane in Scheeßel und beim Haldern Pop Festival dabei.

Was das alles mit den beiden CDs „Fettes“ und „Brote“ zu tun hat? Genau dort wurden die Songs des orangefarbenen und blauen Albums vor insgesamt etwa einer Million Zeugen mitgeschnitten. Mit dabei war neben den drei Hauptprotagonisten zudem noch eine achtköpfige Begleitband (darunter auch Pascal Finkenauer, der bereits 2005 seine Stimme der BROTE-Nummer „An Tagen wie diesen“ geliehen hat), die den schönen Namen „Nervenkostüm“ erhalten hatte und den Hip-Hop-Tracks der Nordlichter einen ganz neuen Sound verlieh.

Wer schon mal ein FETTES-BROT-Konzert erlebt hat, weiß, dass man sich der Energie der drei Wortakrobaten kaum entziehen kann. Selbst wer sich eigentlich nicht als Fan bezeichnen würde, bleibt auf Festivals fasziniert vor der BROTE-Bühne stehen und erwischt sich wenig später dabei, wie er mitsingt und ausgelassen tanzt. Genau diese Stimmung vermögen die beiden Longplayer wunderbar zu vermitteln. Zudem funktionieren die neu arrangierten Songs mit viel Gebläse und Gitarre auch als Konserve ganz hervorragend. Zwischen den Tracks unterhalten die Ansagen des Power-Rap-Trios bestens und Besucher eines der genannten Konzerte erinnern sich möglicherweise sogar noch an den einen oder anderen Spruch. Musikalisch liegt der Schwerpunkt natürlich auf den „Sturm-und-Drang“-Stücken, aber selbstverständlich dürfen auch die zeitlosen Klassiker nicht fehlen. Etwa der erster Charterfolg des Trios: „Nordisch By Nature“ bekommt in diesem Zusammenhang ein neues Gewand und nennt sich „My Way By Nature“ und ist wie der Titel schon vermuten lässt eine Adaption des FRANK-SINATRA-Evergreens „My Way“, ehe im 1995er „Nordisch“-Style gerappt wird. Weitere Highlights der orangefarbenen Langrille sind die „Superpunk“-Variante von „Bettina“, „The Grosser“ mit karibischem Flair und das druckvolle „Emanuela“. Zu meinen Favoriten zählen zudem der groovige „1€ Blue$“ und der hymnische Lobgesang „Hörst Du mich?“. Die blaue Full Length startet gleich mit dem Kracher „Jein“, der in diesem Jahr mit viel Druck und Fingerspitzengefühl aufgemotzt wurde. „Da draußen“ beweist ebenfalls viel Dance-Appeal, was erwartungsgemäß von „Schwule Mädchen“ getoppt wird. Für die etwas ruhigeren Momente hatten FETTES BROT „Ich lass Dich nicht los“ und „An Tagen wie diesen“ dazugepackt. Weitere Tipps: „Schieb es auf die Brote“, das RIO-REISER-Cover „Ich bin müde“ und „Automatikpistole“.

Die gesamte Tracklist:

CD 1 (Fettes)
Jein
Schieb es auf die Brote
Was in der Zeitung steht
Ich bin müde
Erdbeben
Hamburg Calling
Der beste Rapper ist offensichtlich ich
Amsterdam
Da draußen
Ich lass dich nicht los
An Tagen wie diesen
Automatikpistole
Falsche Entscheidung
Lieber verbrennen als erfrieren
Schule Mädchen

CD 2 (Brot)
Bettina Superpunk
Kontrolle
Trotzdem
1€ Blue$
Ich hasse das
Die meisten meiner Feinde
The Grosser
Emanuela
Welthit
Das allererste Mal
Lauterbach
Können diese Augen lügen?
Hörst Du mich?
Wie immer
My Way By Nature
Nordisch By Nature

Die Frage, ob nun “Fettes” besser ist als “Brote” stellt sich definitiv nicht. Beide Silberlinge lassen es ordentlich krachen und sind eine klare Kaufempfehlung für alle FETTES-BROT-Fans und jene, die es werden wollen. Die insgesamt 130 Minuten Mucke sprechen für sich und zaubern umgehend knisternde Live-Atmosphäre ins heimische Wohnzimmer.

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