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FEUERSCHWANZ - Fegefeuer

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Artist FEUERSCHWANZ
Title Fegefeuer
Homepage FEUERSCHWANZ
Label NAPALM RECORDS
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Die Folk-Metaller von FEUERSCHWANZ sind wie die die Kollegen von FIDDLER’S GREEN in Erlangen zuhause und ein weiteres verbindendes Element ist der Geiger Tobias Heindl, der bereits seit 2000 bei der 1990 gegründeten Kapelle fiedelt und 2004 zu den (zwischenzeitlich wieder ausgestiegenen) Gründungsmitgliedern von FEUERSCHWANZ zählte. Ursprünglich machte die Band Mittelalter Folk Comedy in der Tradition von J.B.O., die übrigens ebenfalls ihr Headquarter in der fränkischen Stadt haben. Mittlerweile ist der ‚alberne‘ Faktor aus dem FEUERSCHWANZ-Repertoire verschwunden und man konzentriert sich auf mittelalterlich inspirierten Folk Metal mit Heavy-Metal-Einflüssen, wobei auch hier der Spaß-Faktor natürlich nicht zu kurz kommt. Die Fangemeinde vergrößerte sich über die Jahre stetig, sodass sich auch die bisherigen zehn Alben immer höher in den Charts platzieren konnten. Die letzten vier erreichten die Top Ten, das 2021er „Memento mori“ sogar die Chartspitze. Daran möchten die sechs Musiker:innen, die von zwei Performance-Tänzerinnen begleitet werden, jetzt mit „Fegefeuer“ anschließen und die elf Songs des neuen Studio-Outputs bringen alles mit, um dieses Unterfangen gelingen zu lassen.

Gleich mit dem Opener „SGFRD Dragonslayer“ liefern FEUERSCHWANZ eine druckvolle Heavy-Metal-Hymne ab, die dem Helden aus der Nibelungensage gewidmet ist. Hartes Riffing trifft auch bei „Bastard von Asgard“ auf nordische Mythologie, gesanglich unterstützt von Fabienne Erni, der Frontfrau der Schweizer Kollegen von ELUVEITIE. Derweil lädt das eingängige „Berzerkermode“ zum beliebten Met bei einer Wikingerparty und im „Knochenkarussell“ geht es finster zu – allerdings rast man mit viel munterem Schwung in den Untergang. Der Titeltrack „Fegefeuer“ lässt sich ebenfalls nicht lumpen und wenn „Die Horde“ zum großen Gelage lädt, dürfte dies von den Fans live amtlich abgefeiert werden. Wer sich in der komplexen Tolkien-Herr-der-Ringe-Welt auskennt, weiß auch um das Volk der „Uruk-Hai“, die bei FEUERSCHWANZ einen eigenen Schlachtruf erhalten haben. Von Mittelerde geht es mit dem „Highlander“ nach Schottland – selbstverständlich nicht weniger treibend und hymnisch! In der keltischen Mythologie Irlands ist derweil „Morrigan“ zu verorten: als andersweltliche Frauengestalt, die eng mit Krieg, Kampf und Sexualität verbunden ist. Das knackige „Eis & Feuer“ könnte demnach auf George R.R. Martins Game-of-Thrones-Saga deuten, bevor die „Valkyren“ auf der Zielgeraden zum doppeldeutigen Finale gebeten werden.

Der Hauptmann (Gesang, Akustikgitarre & Irish Bouzouki), Hodi (Gesang, Pipes, Akustikgitarre & Irish Bouzouki), Johanna (Geige & Drehleier), Hans (E- und Akustikgitarre), Jarne (Bass) und Rollo (Drums) verstehen ihr Handwerk und beweisen mit „Fegefeuer“, dass FEUERSCHWANZ in Sachen Mittelalter-Metal in der ersten Liga mitspielen. Die Spielfreude der Band ist allzeit gegenwärtig und ich bin mir sicher, dass die Fans bei der für 2024 geplanten Tour textsicher mitsingen werden und das Album sich weit oben in den Verkaufsrängen wiederfinden wird. Es gibt die Platte übrigens in verschiedenen, teils limitierten Versionen geben, die teilweise auch die Bonus-CD „Live in Wacken 2022“ enthalten.

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